Von Nils Reschke 0
Erneut entlassen

Diego Maradona: Als Spieler top, als Trainer flop?

Einst wurde er für seine „Hand Gottes“ gefeiert. 1986 war Diego Armando Maradona auf dem Höhepunkt seiner Karriere und feierte mit Argentinien den Titel des Weltmeisters in Mexiko. 3:2 hatte seine Mannschaft Deutschland im Finale geschlagen.


Was war der damals stark: Diego Maradona hatte der WM 1986 mit einem absoluten Traumtor gegen England, das zweite, für das er nicht die Hand benutze, seinen Stempel aufgedrückt. Dieser Treffer wurde später von der FIFA sogar zum „Tor des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Ja, als Spieler war Diego Maradona ein regelrechter Gott. In Neapel, wo er lange Zeit spielte, wird er bis heute wie ein selbiger verehrt. Weniger glücklich läuft bislang seine Trainerkarriere, die nun um ein weiteres Kapitel reicher ist.

Als „Achtes Weltwunder“ hatten die Scheichs den Coach von Al-Wasl einst angekündigt, aber nach nur einer Saison ist für Diego Maradona das Abenteuer Dubai bereits wieder beendet. Sein Vertrag, der eigentlich bis 2013 gegolten hätte, wurde vorzeitig und nach einer schwachen Saison aufgelöst. Die Scheichs hatten die Lust am großen Hoffnungsträger Maradona offensichtlich verloren. Während der einstige Superstar noch im Urlaub weilte, schmiss man ihn einfach aus Amt und Würden. Platz acht von zwölf teilnehmenden Teams in der Premier Division in den Vereinigten Arabischen Emiraten war dem Aufsichtsrat des Clubs dann doch deutlich zu wenig.

Bevor Diego Maradona in Dubai angeheuert hatte, war er 2010 noch Nationaltrainer von Argentinien gewesen. Und wieder hatte sich da der Weg mit den Deutschen gekreuzt. Dieses Mal allerdings mit weniger Erfolg. Denn die DFB-Elf siegte 2010 bei der WM in Südafrika im Viertelfinale mit begeisterndem Fußball sage und schreibe 4:0, Maradona und der argentinische Verband berieten sich nach dieser Pleite. Und man kam zu dem Schluss, dass eine Trennung die beste Lösung sei. Der ehemalige Superstar erlebte nun also sein déja-vu.


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