Von Nils Reschke 0
Fußball-WM 2014

Die WM-Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien: Infos, Fakten, Hintergründe

Die anderen Kontinentalverbände sind längst mittendrin in ihren Qualifikationen. Nun startet am Freitag endlich auch in Europa die WM-Qualifikation zur 20. Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Promipool.de verrät euch die wichtigsten Regeln und Informationen und natürlich vor allem, wie die deutsche Nationalmannschaft ihren Weg erfolgreich bestreitet, um auch in Südamerika mit von der Partie zu sein.


31 Teams gesucht: Der Gastgeber und fünffache Weltmeister aus Brasilien ist als einziges Team gesetzt. Anders als bei Weltmeisterschaften der früheren Jahre muss sich also auch Titelverteidiger Spanien erst qualifizieren. Insgesamt stehen 31 Startplätze zur Verfügung. Aus Europa (UEFA) nehmen 13 Mannschaften teil. Aus Asien (AFC) und Südamerika (CONMEBOL) kommen jeweils vier Teams. Eine Nation mehr, also fünf Länder, stellt der afrikanische Verband (CAF). Drei weitere Fußballnationen qualifizieren sich in der Nord- und Mittelamerika- und Karibik-Zone (CONCACAF).

Dramatik in den Play-offs: Bleiben noch zwei Startplätze. Das eine Ticket wird in den Interkontinentalen Play-offs zwischen dem Fünften in Südamerika und einem asiatischen Vertreter ausgespielt. Die zweite WM-Fahrkarte wird ermittelt zwischen dem Sieger der WM-Qualifikation in Ozeanien (OFC) und einem Vertreter aus Nord- und Mittelamerika und der Karibik. Diese Play-offs sind gleichzeitig auch die letzten Matches im Rahmen der WM-Qualifikation, die wie die Entscheidungsspiele in Europa (siehe nächsten Punkt) am 15. und 19. November 2013 stattfinden.

Stolze Nationen in Europa zittern: Im Verband der UEFA spielen insgesamt 53 Nationen in insgesamt neun Gruppen. Doch nur die jeweiligen Gruppensieger qualifizieren sich auch automatisch für die WM 2014 in Brasilien. Somit bleiben nur noch vier weitere Plätze übrig. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln anschließend in vier Play-offs mit Hin- und Rückspielen die vier letzten WM-Fahrer aus Europa. Der schlechteste der neun Gruppenzweiten scheidet direkt aus und guckt in die Röhre. Da in der Gruppe I nur fünf statt sechs Teams antreten, greift zur Ermittlung des schlechtesten Zweiten folgende Regelung: In allen acht Gruppen mit sechs Teams werden die Ergebnisse, erzielten Punkte und Tore gegen den Tabellenletzten gestrichen. So entsteht eine faire Rangliste aller Gruppenzweiten.

Frankreich trifft es hart: Einem Hammerlos sehen sich Les Bleus gegenüber. Denn in besagter Gruppe I müssen die Franzosen auch gegen Spanien ran – und es kommt eben nur eine Mannschaft, der Gruppensieger, sicher weiter. Die Equipe Tricolore hat sich das ein Stück weit auch selbst eingebrockt. Weil die Leistungen in den letzten Turnieren und Qualifikationen zu schlecht waren, rutschten die Franzosen noch hinter Mannschaften wie Kroatien, Norwegen oder Griechenland in Lostopf zwei und bekamen so den amtierenden Welt- und Europameister aus Spanien zugelost.

Direkter Vergleich erst später: Für Verwirrungen und Rechenspiele wie bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine ist in der WM-Qualifikation keine Zeit. Hier entscheidet nach Ende der Gruppenphase und bei Punktgleichheit von zwei oder mehreren Mannschaften nicht zuerst der direkte Vergleich, sondern – wie aus der Bundesliga bekannt – zuerst die Tordifferenz, dann die Anzahl der mehr geschossenen Tore. Sollte immer noch Gleichheit herrschen in diesen Kriterien, kommen erst jetzt die höhere Anzahl Punkte aus den Direktbegegnungen der punkt- und torgleichen Mannschaften zum Tragen. Anschließend zählt die Tordifferenz aus den direkten Duellen, dann die höhere Anzahl Tore, dann auch noch die höhere Anzahl Auswärtstore aus den Direktbegegnungen. Herrscht dann tatsächlich immer noch Gleichstand, wird ein Entscheidungsspiel angesetzt.

Deutschlands Gruppe C: Auf den ersten Blick scheint die deutsche Nationalmannschaft eine einfache Auslosung erwischt zu haben. Die ganz dicken Brocken wie Frankreich oder Russland blieben dem DFB-Team erspart, leicht wird es dennoch nicht, denn mit Schweden und Irland erwischte Deutschland auch zwei EM-Teilnehmer von 2012. Dazu sind unsere Nachbarn aus Österreich, sowie die Färöer und Kasachstan Deutschlands Gegner. Die Gruppenphase dauert bis zum 15. Oktober 2013. Und hoffentlich steht die Nationalelf anschließend auf Rang eins und erspart ihren Fans eine Zitterpartie in den Play-offs. Ein erstes Schlüsselspiel wird gewiss am 12. Oktober 2012 stattfinden, wenn Deutschland dann auf die grüne Insel reist und auf kampfstarke Iren trifft.


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