Von Nils Reschke 0
EM 2012

Die traurigsten Momente der Gruppenphase bei der EM 2012

Das Vorgeplänkel hat ein Ende. Die Viertelfinalbegegnungen bei der EM 2012 stehen schon in der Warteschleife. Was aber sind die Erkenntnisse nach der Gruppenphase. Promipool.de hat für euch die Tops und Flops bei dieser Euro in Polen und der Ukraine gesammelt. Hier sind unsere negativen Schlagzeilen der Flop-Momente.


Tomaten auf den Augen: Über Sinn und Unsinn der Herren Torrichter ist schon vor der Europameisterschaft heftig gestritten worden. Bei den Titelkämpfen 2012 in Polen und der Ukraine wurde einmal mehr klar: Wo sind die lustigen Männer eigentlich, wenn man sie wirklich braucht? An den ersten zwei Spieltagen ging es noch beschaulich zu. Dann ging es ans Eingemachte, und die Torrichter nahmen sich das mit Tomaten an den Augen zu sehr zu Herzen. Der Ukraine wurde ein glasklarer Treffer nicht anerkannt. Der Ball hatte eindeutig die Torlinie mit vollem Umfang überschritten. Wenn das der Mann, der nur vier, fünf Meter daneben steht, nicht erkennt – rausschmeißen! Ex-Schiedsrichter Urs Meier hatte noch am Vorabend einen anderen Torrichter in Schutz genommen, man könne Szenen nur von der Seite aus betrachtet beurteilen. Und dann das! Seitlicher geht nicht. Gemeint hatte Meier die Szene in der Partie Spanien gegen Kroatien, als Sergio Ramos mal gepflegt Mario Mandzukic von den Beinen holte. Wieder stand der Torrichter mit freier Sicht auf die Szene nur wenige Meter entfernt. Einen Strafstoß gab es trotzdem keinen.

Oranje trägt Trauer: Welche Mannschaft hat denn nun in der Vorrunde am meisten enttäuscht? Die Gastgeber Polen und die Ukraine? Oder etwa die technisch genialen, aber hochnäsig aufspielenden Russen? Nein, die Holländer waren es! Unsere Nachbarn dürfen schon nach der Vorrunde nach Hause fahren. Das ist angesichts der Konstellation in der Todesgruppe B zunächst keine Schande. Wohl aber, wenn dabei kein einziger Punkt herausgesprungen ist. Was für eine Blamage! Schuld ist wieder einmal der Teamgeist bei Oranje. Man kann sich den Eindruck nicht verwehren, da sind selbst Busfahrer und Mannschaftskoch untereinander zerstritten. Und zwischen Schwiegerpapa Bert van Marwijk und Schwiegersohn Mark van Bommel droht noch eine Fortsetzung des Zwists in der Heimat. Oranje beneden! Dafür freuen wir uns über jeden guten Holland-Witz. Das hat ja auch was.

Antonio vergreift sich: Ja, Herrn Cassano hätte man besser nicht fragen sollen nach der Teamzusammenstellung der Squadra Azzurra. Als Diplomat gilt der Stürmer vom AC Mailand nämlich ganz gewiss nicht. Ob homosexuelle Spieler zum Kader Italiens gehören würden, hatte ein Journalist es dennoch zu fragen gewagt. „Ich hoffe es nicht“, sagte Antonio Cassano und merkte da erst, was seine wenig schmeichelhaften Äußerungen für ein Nachbeben bewirken könnten. Schnell ruderte der Exzentriker zurück, man solle das jetzt bitte nicht auf Englisch übersetzen. Aber da war es schon zu spät, hatte sich Cassano um Kopf und Kragen geredet, und in der krisengeschüttelten Heimat das nächste Erdbeben verursacht. Schämen Sie sich, Herr Cassano!


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