Von Uli Zimmermann 0
München feiert die Toten Hosen

Die Toten Hosen in München: Keine Gnade für die Bayern-Fans

Das Motto der Toten Hosen lautet seit jeher: "Bis zum bitteren Ende". Und gestern zeigten die Düsseldorfer in der Münchener Olympiahalle, dass sie auch im 31. Jahr ihres Bestehens dieser Linie treu bleiben. Die Fans bekamen haufenweise Hits und Klassiker geboten - und natürlich die ein oder andere Spitze in Richtung FC Bayern.


In Kooperation mit unserem Partner tickethelden.de war Promipool gestern in der Münchener Olympiahalle, wo die Toten Hosen im Rahmen der "Krach der Republik"-Tournee Station machten.

Dass die Punks aus Düsseldorf langsam ins Alter kommen, zeigt nicht nur, dass Gitarrist Kuddel gestern Abend seinen 48. Geburtstag feierte, sondern auch, dass im Gegensatz zu anderen Chartstürmern Kinder ihre Eltern begleiten und nicht umgekehrt. Ansonsten jedoch haben die Toten Hosen in den letzten 31 Jahren nichts an Energie verloren.

Als Vorband heizten die Ska-Punker von La Vela Puerca der ausverkauften Olympiahalle ein. Mit rockigen Beats brachten die Südamerikaner die Halle mit einem kurzen aber knackigen Auftritt in Stimmung für den Haupt-Act.

Exakt um 21:02 Uhr stürmten dann die Toten Hosen die Bühne und legten wie entfesselt los. Auch das Publikum gab nach den ersten Akkorden von "Ballast der Republik" Vollgas. Das fortgeschrittene Alter merkte man den Punkrockern höchstens bei der Auswahl der Songs an - oder war es lediglich die Rücksicht auf die älter werdenden Fans? Schnelle Hits aus über 30 Jahren Bandgeschichte wechselten sich ab mit ruhigen Balladen, wie dem Chartstürmer "An Tagen wie diesen".

Der Auftritt in München unterschied sich in zwei Punkten von normalen Konzerten der Rheinstädter. Zum einen holten die Toten Hosen ihre Freunde von der bayerischen Blasmusikcombo Biermösl Blosn auf die Bühne, die vom Publikum frenetisch gefeiert wurden und eine noch nie da gewesene Version von "Sascha..." zelebrierten. Zum anderen zeigten sich die Düsseldorfer ohne Gnade gegenüber dem Titel verwöhnten Münchner Publikum und spielte in der Höhle des Löwen ihren Anti-FC-Bayern-Song. Das begleitende Pfeifkonzert übertraf wohl alle Befürchtungen der Band, tat aber der Stimmung keinen Abbruch.

Das Münchner Publikum hat den Absteigern aus Düsseldorf schnell verziehen und verabschiedete die fünf Alt-Punks nach 2:17 Stunden mit einem fantastischen "You'll never walk alone".

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