Von Nils Reschke 0
EM 2012

Die schönsten Momente der Gruppenphase bei der EM 2012

Das Vorgeplänkel hat ein Ende. Die Viertelfinalbegegnungen bei der EM 2012 stehen schon in der Warteschleife. Was aber sind die Erkenntnisse nach der Gruppenphase? Promipool.de hat für euch die Tops und Flops bei dieser Euro in Polen und der Ukraine gesammelt. Hier sind unsere Highlights der Top-Momente.


Mehmet & Mario: Das alles hatte etwas von den alten Herren, die in der Muppet Show die Loge gemietet haben: der vermeintliche Zwist zwischen ARD-Experte Mehmet Scholl und Deutschlands Stürmer Mario Gomez. Ersterer hatte Zweiten zu wenig Laufarbeit bescheinigt und Gomez massiv kritisiert. Das Medienecho war angesichts von Scholls Wortwahl riesig. Mario Gomez verstand das völlig falsch, als er anschließend – nach der Partie gegen Holland – sagte, er habe „drei Tage nur auf die Fresse“ bekommen. Wenn überhaupt, ist selbige Herrn Scholl mit seinem lockeren Mundwerk poliert worden. Aber uns allen soll das doch egal sein. Fühlt sich Mario Gomez dadurch angestachelt und aufgerufen, wie gegen die Niederlande zwei Treffer nachzulegen, bitte, gerne, immer wieder!

Irland & seine Chorknaben: Dass Irlands Nationalelf mit Giovanni Trapattoni einer der Außenseiter sein würde, damit war zu rechnen. Doch die „Boys in Green“ kassierten vor dieser Europameisterschaft so gut wie kein Gegentor, waren 14 Matches ungeschlagen. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine, der zweiten EM-Teilnahme überhaupt erst, gab es für „Trap and the Lads“ mächtig Hause. Kein Punkt, nur ein Tor – und stolze neun Gegentreffer! Das war nicht zu erwarten. Und was machen die irischen Fans? Sie singen. So laut, so schön, so aufopferungsvoll, dass diese Gesänge zur Gänsehaut taugten. All den Ultras in der Bundesliga, die meinen, ohne Pyro käme keine Stimmung auf, ginge es einfach nicht, sei hiermit ebenso schallend vorgesungen: Es geht! Und wie!

Griechenland & die Euro-Krise: Was in der Politik gilt, hat auf dem Fußballfeld nicht zwingend Platz. Die Krise stand bei der EM 2012 aus griechischer Sicht jedenfalls im Abseits. Sie träumen wieder, die Hellenen. Von 2004, von Otto Rehhakles, und natürlich auch von dem EM-Pokal. Es darf als mittelschwere Sensation bezeichnet werden, dass es diese Mannschaft tatsächlich schaffte, ins Viertelfinale einzuziehen. Weil sie die offensivstarken, aber leider auch viel zu verspielten Russen im letzten und entscheidenden Match mit 1:0 abwatschten. Die Götter müssen verrückt sein. Hoffentlich nimmt der Irrsinn in der K.-o.-Runde ein Ende. Sonst gibt es in Deutschland ganz lange Gesichter. Nicht nur in der Politik.


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