Von Stephanie Neuberger 0
Dünn, dünner, Prinzessin

Die Prinzessinnen und die Magersucht

In den meisten Mädchenträumen ist es ein großes Glück Prinzessin zu sein. Aber betrachtet man die tatsächlichen Royals, dann fällt auf, dass einige dieser Damen sehr dünn sogar krankhaft mager sind. Ist der Druck des Amtes Schuld am Gewicht der Prinzessinnen? Mit dieser Frage befasst sich die heutige Royal-Kolumne im Promipool.


Von Kinderbeinen an ist es eine wunderbare Traumvorstellung, einmal einen Prinzen auf einem weißen Pferd zu heiraten. Der Prinz kommt angeritten und macht das normale Mädchen zur Prinzessin. Welches Mädchen hat dies früher nicht geträumt? Immerhin erzählen Märchen und Zeichentrickfilme von dieser Wunschvorstellung und auch ich war als Kind davon begeistert. Am Hochzeitstag nicht nur wie eine Prinzessin auszusehen, sondern auch eine zu werden, ist sicherlich etwas, dass nur für die wenigsten wahr wird.

In diesem Jahr wurden wir alle Zeugen von zwei royalen Hochzeiten. Im April gab Kate Middleton Prinz William in Großbritannien das Ja-Wort. Millionen saßen vor dem Fernseher oder jubelten dem Paar am Straßenrand zu. Kate sah einfach zauberhaft in ihrem Brautkleid aus. Wenige Monate später wurde in Monaco Hochzeit gefeiert. Charlène Wittstock heiratete Fürst Albert von Monaco und wurde mit dem Ja-Wort zur Fürstin. Traumhafte Hochzeiten, die aber beide Schatten vorauswarfen. Während Charlène darum kämpfen musste, der Welt ihre Liebe zum Fürsten zu beweisen und als unglücklich Braut galt, zweifelte keiner an der Liebe von Kate zum Prinzen. Die Engländerin hatte ein ganz anderes Problem. Vor der Hochzeit konnte man beinahe zusehen, wie die Kilos purzelten. Die 29-jährige wurde zunehmend dünner und schon bald machten Gerüchte um Magersucht die Runde. Zwar war Kate schon vor der Verlobung schlank, aber kurz vor und nach der Hochzeit wirkte sie zerbrechlich. Mittlerweile hat die schöne Prinzessin wieder ein paar Gramm zugelegt. Sehr schlank ist sie aber immer noch. Und da stellt sich mir dir Frage: Ist der Druck, der auf einer Prinzessin lastet, zu hoch?

Denn Kate Middleton ist nicht die einzige Frau, die seit ihrer Heirat in den Adelsstand Gewicht verliert. Gerade diese Woche machte Letizia von Spanien erneut Schlagzeilen mit ihrem Gewicht. Dass die Prinzessin bereits besorgniserregend dünn ist, ist kaum von der Hand zu weisen angesichts der neusten Bilder. In Chile trug die 39-Jährige ein ärmelloses Kleid, was für Entsetzen sorgte. Haut und Knochen - so kann man die Figur von Kronprinz Felipes Frau beschreiben. Angeblich soll sie nur noch 44 Kilo wiegen bei einer Körpergröße von 1,67m. Doch egal ob sie tatsächlich 44 Kilo wiegt oder nicht, ich finde sie erschreckend dünn. Gesund sieht das für meine Begriffe nicht mehr aus. Sicherlich war Letizia immer eine schlanke Frau, aber keine abgehungerte. Vor ihrer Hochzeit mit dem spanischen Kronprinzen arbeitete Letizia Ortiz Rocasolano als Journalistin. Sie war schön, selbstbewusst, eigenständig und schlank. Was ist mit dieser Frau nur passiert? Mittlerweile wirkt die spanische Prinzessin auf mich eher verschüchtert, scheu, manchmal unglücklich, unsicher und abgemagert. Auch wenn der spanische Hof eine Magersucht der Prinzessin dementiert, kann ich nicht glauben, dass ihr Gewicht gesund sein soll. Vor allem in Anbetracht älterer Aufnahmen von ihr, auf denen sie schlank und fit wirkt. Aber solche Bilder entstanden lange vor dem heiligen Bund der Ehe. Allem Anschein nach ist es nicht so traumhaft Prinzessin zu werden, wie als Kind gedacht.

Aber es sind nicht nur Frauen betroffen, die durch ihre Heirat Prinzessinnen werden. Victoria von Schweden, die diesen Titel seit ihrer Geburt trägt, kämpfte Ende der Neunziger gegen Magersucht. Mittlerweile ist sie nicht nur gesund, sondern rundum glücklich, da die Prinzessin im März ihr erstes Kind erwartet.

Vielleicht ist das Leben als Prinzessin nur in der Wunschvorstellung traumhaft. Im wahren Leben scheint der Druck, sich standesgmäß zu verhalten, das Hofprotokoll zu kennen und stets unter Beobachtung der Öffentlichkeit zu stehen, zu groß. Allerdings möchte ich an dieser Stelle noch sagen, dass keineswegs alle Prinzessinnen besorgniserregend abgehungert sind.


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