Von Stephanie Neuberger 0
So war die Verleihung

Die Oscar-Highlights 2013

Die Oscars 2013 sind vergeben. Die Veranstaltung war neben den Nominierten und Preisträgern vor allem ein musikalisches Highlight. Ehrlich gesagt waren die Auszeichnungen wenig überraschend und die Academy Awards gingen klar an die Favoriten, vor allem in den Kategorien der Darstellern. Dennoch war die Show nicht weniger sehenswert.


Die Oscars 2013 sind vorbei. Alle Preisträger gewürdigt und die Show vorbei. Für mich gab es bei den Preisträgern wenig überraschendes, was mich aber nicht minder gefreut hat. Das erste Highlight gleich zu Beginn: Christoph Waltz gewinnt für „Django Unchained“ den Oscar als „Bester Nebendarsteller“ und auch in der zweiten Kategorie des Abends geht der Academy Awad an meinen favorisierten animierten Kurzfilm „Paperman“. Die Nacht begann also gut.

Zwischenzeitlich stellte sich mir allerdings kurz die Frage, ob es die Grammys oder die Oscars sind? Denn es wurde viel gesungen. Sehr viel. Die Einlagen waren durchaus gelungen und die Verleihung wollte damit der Musik im Film Tribut zollen. Diese Idee finde ich ganz wunderbar. Ein Highlight war sicherlich der Cast von „Les Misérables“ mit Hugh Jackman und Anne Hathaway, die später als „Beste Nebendarstellerin“ ausgezeichnet wurde und sich ganz entzückend freute.

Der Cast stimmte mit einem ganzen Chor einen Song aus dem Film an und brachte damit das Musical auf die Oscarbühne. Musikalisch hatte die Verleihung noch weitere Highlights zu bieten. Adele gewann nicht nur den Oscar für „Skyfall“, sondern sang den Song so großartig wie erwartet. Emotional wurde es als Barbra Streisand in Erinnerung an Marvin Hamlisch „Memories“ anstimmte. Einfach unvergleichlich schön. Zeitweise war die Oscar-Verleihung 2013 eher ein musikalisches Highlight als eins der Filmindustrie.

Denn obwohl die Filmschaffenden ausgezeichnet wurden, stand die Musik im Vordergrund. Da es wenig Überraschungen bei den Preisträgern gab, war die musikalische Untermalung eine willkommene Abwechslung.

Die wichtigsten Preise kommen immer zum Schluss. „Beste Schauspielerin“ wurde Jennifer Lawrence, die im Freudentaumel auf der Treppe hinfiel. Mit Daniel Day Lewis gewann ein würdiger Preisträger den Academy Award als „Bester Schauspieler“. Er hielt wohl die beste Dankesrede des Abends, bei der es viel zu lachen und schmunzeln gab und die Version von „Lincoln“ mit Meryl Streep hätte ich auch gerne gesehen.

Wirklich eine Überraschung war Michelle Obama, in einer tollen silbernen Robe, die vom Weißen Haus aus die Rede für die Verleihung des Oscars in der Kategorie „Bester Film“ hielt. Der Award ging an „Argo“, was mich besonders freute und Ben Affleck so sehr gönnte!

Wie jedes Jahr wird sicherlich auch viel über den Moderator diskutiert. 2013 führte Seth MacFarlane durch den Abend. Die Frage, ob er es gut oder nicht gemacht hat, ist schwer zu beantworten. Ich fand ihn durchaus unterhaltsam. Dies ist ein undankbarer Job, denn der Moderator ist ein witziger Ansager und man erwartet dennoch eine tolle Show von ihm. Sicherlich werden es viele anders sehen, aber ich fand Seth hat seine Aufgabe gut gemacht.

Eine lange Nacht ist nun zu ende und ab jetzt startet das Rennen für die nächsten Oscars.


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