Von Nils Reschke 1
Musik Rückblick

Die Musik-Legenden, von denen wir uns 2012 verabschieden mussten

Wie in jedem Jahr haben uns neue Talente und tolle Newcomer mit frischer Musik überrascht. Doch es hieß 2012 auch leider viel zu oft Abschied nehmen von ganz großen Künstlern.


Im Februar schlug diese Nachricht ein wie eine Bombe: Whitney Houston ist tot! Die Pop-Diva starb im Alter von nur 48 Jahren am 11. Februar 2012 in einem Hotel in Beverly Hills – einen Tag vor der Verleihung der Grammy Awards. Die Musikbranche reagierte entsetzt, die Fans trauerten mit. Auch in Deutschland, wo sechs ihrer Songs es auf Anhieb noch einmal in die Top 100 der deutschen Singlecharts schafften. Darunter auch „I Will Always Love You“ auf Rang 19 und die Olympia-Hymne „One Moment in Time“ auf Platz 40.

Mindestens genauso traurig und bewegend war der Tod von Robin Gibb, der als heimlicher Kopf der legendären Bee Gees galt. Der Sänger, Komponist und Texter verstarb am 12. Mai 2012 in London und verlor seinen Kampf gegen den Krebs. Noch im Februar hatte es kurzzeitig Hoffnung gegeben, als Robin Gibb öffentlich machte, dass er die heimtückische Krankheit besiegt habe. Doch die Freude darüber war leider nur von kurzer Dauer. Abgesehen von den unzähligen Hits mit den Bee Gees war „Juliet“ sein größter Soloerfolg, der in Deutschland 1983 Platz eins der Charts stürmte.

Davy Jones hätte heute, am 30. Dezember, seinen 67. Geburtstag gefeiert. Der Brite sollte diesen nicht mehr erleben, starb am 29. Februar in Stuart im US-amerikanischen Bundesstaat Florida. Bekannt wurde Davy Jones als Mitglieder der Band The Monkees, die mit „I´m A Believer“ und „Daydream Believer“ in den 60er Jahren Welthits feierten.

Freunde des Irish Folk trauerten 2012 um Barney McKenna, dem letzten Gründungsmitglied der unvergessenen Dubliners. Fans und Freunde nannten ihn einfach nur „Banjo Barney“ und nahmen am 5. April geschockt zur Kenntnis, dass Barney nicht mehr unter uns weilt. The Dubliners feierten 2012 ihr 50. Bühnenjubiläum – es war wohl ihre letzte Tour, die sie im Dezember noch einmal nach Hamburg, Lübeck, Flensburg und Kiel geführt hatte.

Einer der ersten und erfolgreichsten Hip-Hop-Bands sind die Beastie Boys, dessen Mitglied Adam „MCA“ Yauch am 4. Mai im Alter von nur 47 Jahren verstarb. „Fight for Your Right“ aus ihrem Debütalbum „Licensed to Ill“ aus dem Jahr 1986 war wohl ihr bekanntester Song.

Als die Königin der Disco wurde Donna Summer in den 70er Jahren gefeiert, die mit 63 Jahren am 17. Mai 2012 in Florida verstarb. Sie reihte zahlreiche Hits aneinander, die noch heute mitgesungen werden. Dazu zählten „Love to Love You Baby“ und „I Feel Love“ ebenso wie „Hot Stuff“ und „She Works Hard for the Money“.

Am 18. August schied Scott McKenzie aus dem Leben. Im Alter von 73 Jahren verstarb der Sänger in Los Angeles. McKenzie steht wie kaum ein anderer Interpret für die Zeit der Flower Power und sang ihre wohl berühmteste Hippie-Hymne „San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)“, die einfach jeder Musikfan kennt.

Der Name Andy Williams mag auf Anhieb nicht jedem etwas sagen, doch seinen bekanntesten Song kann jeder zumindest mitsummen: „Moon River“. Oft kopiert, aber nie erreicht. Andy Williams starb am 25. September und wurde 84 Jahre alt.

Teil der Band „Men At Work“, denen 1982 mit „Down Under“ ein absoluter Welthit gelang, war Greg Ham, der am 19. April 2012 im Alter von nur 58 Jahren verstarb. „Down Under“, der Kosename für ihr Heimatland Australien, wurde von „Men At Work“ damit auf ironischer Weise ein Denkmal gesetzt.

Und zum Abschluss wollen wir auch einen der erfolgreichsten Film- und Musical-Komponisten vergessen: Marvin Hamlisch, der am 6. August 2012 in Los Angeles im Alter von 68 Jahren starb. Er wurde mit drei Oscars ausgezeichnet, unter anderem für die „Beste Filmmusik“ in „Der Clou“. Die eingehende Melodie kennt einfach jeder. 1975 feierte Marvin Hamlisch zudem als Komponist des Musicals „A Chorus Line“ riesige Erfolge.


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