Von Mark Read 0

Die eigenen Kids kritisieren Herbert Grönemeyer


Es ist nicht neu, dass Kinder eine ganz andere Meinung vertreten als ihre Eltern. Das ist bei den Künstlern nicht anders als bei „normalen“ Bürgern. Davon kann auch der deutsche Popbarde Herbert Grönemeyer im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen. Grönemeyer hat in einem Interview erklärt, dass seine Kinder gerne in die Rolle als Musik-Kritiker schlüpfen, wenn es um die Textinhalte der Songs des Herrn Papa geht.

Wenn die Lieder und Texte von Herbert Grönemeyer nicht den Geschmack von Tochter Marie und Sohn Felix treffen, dann kann es schon einmal vorkommen, dass der Künstler auf dem heißen Stuhl Platz nehmen darf und sich dort einiges an den Mündern seiner Sprösslinge anhören darf. Die Kritik an seinen Liedtexten kann sich im Fall von Herbert Grönemeyer besonders fatal auswirken. Der Liedermacher ist dafür bekannt, dass er oft selbst an seinen Texten zweifelt. Wenn da auch noch die eigenen Kids ihre Kritik über einzelne Textpassagen niederprassen lassen, dann ist das so, als wenn jemand auf einen Menschen hintritt, der ohnehin schon am Boden liegt.

Beim Komponieren eines Liedes ist es so wie beim Schreiben eines Textes. Es kann Spaß machen, aber auch zur Qual werden. Grönemeyer zählt zur Gattung derer, die sich quälen müssen, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Und das nach mittlerweile 25 Jahren, in denen der Sänger nicht mehr als der deutschen Musik-Szene wegzudenken ist. Grönemeyer muss aber nicht nur Kritik einstecken, er teilt sie auch aus. Zum Beispiel an Politiker, die ihm suspekt sind. Grönemeyer hat den Ruf, sich gerne in politische Debatten einzubringen. Lieder können bei Fehlentwicklungen oft Wunder wirken.


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