Von Milena Schäpers 0
"Ich muss nichts ändern"

DFB-Pressekonferenz: Mario Gomez nimmt Kritik von Mehmet Scholl gelassen

Mario Gomez musste trotz seines Sieg-Tores gegen Portugal herbe Kritik von TV-Experte Mehmet Scholl einstecken. Doch der Nationalspieler nimmt’s ganz gelassen.


Die Deutschen haben im Gruppenspiel gegen Portugal nicht gerade eine Glanzleistung vollbracht und ohne Kopfball-Tor von Gomez wäre das Spiel wohl torlos geblieben. Nur dank der fehlerhaften Stellung des Schützen ist das entscheidende Tor gefallen.

Experte und früherer FC Bayern-Spieler, Mehmet Scholl kritisierte kritisierte nach Abpfiff das Spiel, vor allem jedoch Mario Gomez. Er warf ihm Teilnahmelosigkeit, die fehlerhafte Stellung vor, aber vor allem, dass er sein Potential nicht ausschöpfe. „Er hatte zwei, drei Aktionen – das war es dann aber auch.“, so lautet ein Auszug aus Scholls Kritik, „Ich habe ihn schon mal mehr laufen sehen als heute, aber selten weniger.“

Heute bei der DFB-Pressekonferenz in Danzig blieb Gomez ganz cool, als er auf die Vorwürfe angesprochen wurde. „Mia san mia, alles eine große Familie beim FC Bayern. Und natürlich darf jeder sagen, was er will.“, erklärt der FC-Bayern-Spieler dazu.

Es ist anscheinend nicht das erste Mal, dass Mehmet Scholl Kritik in die Richtung des Bayern-Star äußert.

"Mit Mehmet und mir, das ist so eine Geschichte. Auf dem Oktoberfest hat Mehmet mich schon mal angesprochen. (..) Er hat mir schon mal gesagt, dass ich mein Potenzial nicht ausschöpfe und will das jetzt aus mir rauskitzeln. Und so nehme ich das auch an“, erinnert sich Gomez laut Bild.de.

Ein Knacks für das Ego ist die Expertenaussage für den Nationalspieler wohl nicht. Seine Meinung zu seiner Person lautete: „Ich bin in den letzten fünf, sechs Jahren der erfolgreichste Stürmer in Deutschland, habe nach Messi die meisten Tore in der Champions League gemacht. Ich möchte wissen, warum ich mich ändern sollte.“

Auch Jogi Löw wollte die Kritik nicht kommentieren, hält aber zu seinem Spieler: „Mario ist mental sehr gestählt, weil er schon durch Täler musste, sowohl bei Bayern als auch beim DFB, er hat‘s immer geschafft sich rauszuarbeiten, er weiß wo er sehr gut ist, was er noch besser machen kann, ich finde, er hat auch defensiv gut mitgearbeitet, gerade Pepe hat er gut abgemeldet – und das entscheidende Tor gemacht, das war eine ansprechende Leistung“.

Doch Jogi Löw kann nicht versprechen, nichts bei dem anstehenden Spiel gegen Holland zu ändern: „Wechsel sind durchaus möglich. Ich sage nicht 'Never change a winning team'. Aber da möchte ich mich noch nicht festlegen. Ich warte das Training ab. Vielleicht gibt's da noch eine Eingebung.“

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