Von Nils Reschke 0
Lehrstück der DFB-Elf

Deutschlands Nationalmannschaft verzaubert eine halbe Stunde lang Ecuador

Im Vorfeld des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador wurde viel diskutiert über Sinn und Unsinn dieser Reise über den „Großen Teich“ – vor allem aber über den Zeitpunkt.


Joachim Löw musste im Prinzip auf die komplette „Garnitur“ aus Bayern- und BVB-Spielern verzichten, dazu unter anderem auf Mesut Özil und Sami Khedira. Und trotzdem blieb unter dem Strich ein großartiger Eindruck. Denn in der ersten halben Stunde legte Deutschland los wie die Feuerwehr beim 4:2 (4:1)-Sieg gegen Ecuador.

Lukas Podolski traf schon nach sieben Sekunden, legte in der 17. Minute gar das 3:0 nach. Das hatte übrigens Debütant Max Kruse, der in vorderster Front stürmen durfte, wirklich toll vorbereitet. Der Neu-Gladbacher gab ohnehin eine gute Visitenkarte ab. Das galt auch für Sidney Sam von Bayer Leverkusen, der mit einem sehr schönen Pass das 2:0 von Lars Bender nach vier Minuten eingeleitet hatte. Nun gilt Bender nicht unbedingt als Torjäger, doch an diesem Tag gelang fast alles. Also auch der zweite Treffer des Leverkuseners nach 24 Minuten.

Empfehlungsschreiben für Joachim Löw

24 Minuten – und schon stand es 4:0 für die DFB-Auswahl. Spätestens jetzt hatten sich alle Kritiker kleinlaut zurückgezogen, die sich über diese Länderspieltermine geärgert hatten. Schlichtweg, weil die Kicker auf dem Rasen sich von ihrer besten Seite präsentieren wollten. Im nächsten Jahr findet die Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Viele Plätze im Kader scheinen vergeben. Aber gewiss nicht alle. Joachim Löw wird die Wahl zumindest nach diesem Auftritt nicht gerade leicht gemacht. Das steht fest.


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