Von Nils Reschke 0
DFB-Team

Deutschlands Nationalkicker: Notizen zum Testspiel gegen Frankreich

Klose als Kapitän, Özil als Geehrter, eine negative Bilanz gegen die Franzosen und ein munter zwitscherndes DFB-Team: Die Splitter vor dem Länderspiel gegen "Les Bleus".


Allez, Les Bleus: 23 Matches bestritt die deutsche Nationalmannschaft bislang gegen das Nachbarland Frankreich. Das Testspiel gegen die Equipe Tricolore als Vorbereitung auf die EM 2012 ist somit der 24. Vergleich, wobei Deutschland und Frankreich sich noch nie bei einer Europameisterschaft im Weg standen. Anders als bei einer WM: Hier gewannen je einmal beide Teams, ein weiteres Mal – bei der WM 1982 – setzte sich Deutschland im Elfmeterschießen mit 8:7 durch. Die Gesamtbilanz muss das deutsche Team aber noch ausbessern. Zehn Mal nämlich gewannen die Franzosen. Nur sieben Siege holten die Adlerträger.

Käpt´n, mein Käpt´n: In seinem 114. Länderspiel für die DFB-Elf führt Miroslav Klose Deutschland als Kapitän auf das Spielfeld, nachdem Philipp Lahm und auch Stellvertreter Bastian Schweinsteiger verletzt ausfallen. Der Stürmer in Diensten von Lazio Rom steht bei 63 Treffern im DFB-Trikot und ist damit von den aktiven Spielern der erfolgreichste Torschütze. Vor Klose liegt nur noch Gerd Müller mit 68 Toren. Im Weserstadion spielte Miroslav Klose darüber hinaus von 2004 bis 2007 für Werder Bremen, bestritt für die Grün-Weißen 89 Partien und schoss 53 Tore für Werder.

Er steht im Tor: Tim Wiese wird in „seinem“ Weserstadion gegen die französische Elf sein sechstes Länderspiel bestreiten. Sein Debüt gab der Bremer am 19. November 2008 im Berliner Olympiastadion, wo die DFB-Elf gegen England 1:2 unterlag. Wiese wurde für René Adler zur Pause eingewechselt. Auffällig ist dabei, dass die deutsche Mannschaft keine ihrer fünf Partien gewinnen konnte, in denen der Bremer Keeper zwischen den Pfosten stand. Die Quote will Tim Wiese natürlich mit entsprechenden Paraden aufpolieren.

Gezwitscher: Die deutsche Mannschaft geht mit der Zeit. Und so wird es auch während der EM 2012 kein generelles Verbot für die Spieler geben, soziale Netzwerke zu nutzen. Facebook, Twitter und Co. sind nicht tabu für die Adlerträger. Allerdings wolle man „klare Regeln“ aufstellen, machte Manager Oliver Bierhoff deutlich. Verboten bleiben natürlich Absprachen innerhalb der Kabine. Und auch über den aktuellen Gesundheitsstand dürfen sich Spieler nicht äußern, um Gegnern somit mögliche Information zu liefern. So war Andre Schürrle im November vergangenen Jahres etwa Bundestrainer Joachim Löw zuvorgekommen, als er seine Absage gegen die Niederlande vorzeitig veröffentlichte. „Es muss geordnet ablaufen“, meinte Teammanager Bierhoff.

And the Oscar goes to...: Rund 50.000 Mitglieder zählt der Fanclub der Nationalmannschaft. Und die wählen Mesut Özil zum besten Nationalspieler im Jahr 2011. Eine tolle Auszeichnung, für die der Mittelfelddribbler von Real Madrid vor dem Anpfiff ausgezeichnet wird. So schließt sich der Kreis, denn als Mesut Özil noch bei Werder Bremen spielte, von 2008 bis 2010, da wurde auch Joachim Löw auf ihn aufmerksam. Was Özil so wertvoll macht? Co-Trainer Hans Flick beschreibt es so: „Wenn er am Ball ist, ist ein Raunen und Staunen im Publikum zu spüren.“ Hoffen wir also auf eine lebhafte Geräuschkulisse im Weserstadion.


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