Von Nils Reschke 0
Aus im WM-Viertelfinale

Deutschlands Handballer verlieren im Hexenkessel von Saragossa

Schade, schade. Aber am Ende hat es nicht sollen sein. Der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien auf der Zielgeraden die Puste ausgegangen.


Gegen den WM-Gastgeber von der iberischen Halbinsel verlor das DHB-Team am Ende verdient im Hexenkessel von Saragossa mit 24:28. Bis zur Pause hatte Deutschland gegen Spanien noch mit 14:12 vorne gelegen, und auch Mitte der zweiten Hälfte beim WM-Viertelfinale hatte es für die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger, die da noch 20:19 in Front lag, ganz gut ausgesehen. Nur in den letzten zwölf Minuten riss der Faden im Spiel der deutschen Handballer. Spanien zog in dieser Phase auf und davon. Dieser Schaden konnte nicht mehr repariert werden.

An Moral und Kampfgeist hatte es der deutschen Nationalmannschaft nicht gefehlt. Selbst als es kurz vor dem Ende 23:26 stand, feuerten sie sich in der Auszeit noch voller Inbrunst an: „Es ist noch nichts verloren.“ Im Handball hat man schließlich schon die kuriosesten Spielverläufe erlebt. Allerdings nicht an diesem Tag und nicht gegen den Gastgeber dieser Weltmeisterschaft.  „Wir haben zwei, drei Chancen liegen gelassen, die wir gegen so eine starke Mannschaft machen müssen“, hatte auch Bundestrainer Martin Heuberger gesehen, dass es gerade dann, als es darauf ankam, an der Torausbeute bei seinem Team mangelte. Für ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft war das in dieser entscheidenden Phase eben zu wenig.

Enttäuscht nahm Dominik Klein das WM-Aus zur Kenntnis: „Jetzt brauchen wir nichts mehr analysieren. Jetzt sind wir ausgeschieden“, meinte Klein. „Aber ich glaube die Zuschauer haben gesehen, dass wir eine starke Mannschaft auf der Platte gehabt haben.“

Damit lag er sicherlich richtig. Das Viertelfinale hatte der deutschen Sieben ohnehin nur die wenigsten Experten zugetraut. Aber das DHB-Team hatte im Laufe des Turniers sogar Weltmeister Frankreich sensationell geschlagen. Von da an war klar: Alles ist möglich. Und um ein Haar hätte es ja auch gegen die Spanier geklappt. Was ARD-Experte Stefan Kretzschmar ganz genau so sah: „Wir hatten Spanien am Rande der Niederlage. Der deutsche Handball hat wieder ein gutes Image.“


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