Von Nils Reschke 0
11. Wok-WM in Oberhof

Deutscher Vierer-Wok weist DDR in die Schranken

Eine Sportveranstaltung, an der Stefan Raab teilnimmt und am Ende des Abends ohne Medaille nach Hause geht, scheint es nicht zu geben. Der „Raabinator“ verteidigte seinen Titel im Vierer-Wok bei der elften Weltmeisterschaft.


Deutschland gegen die DDR – was waren das für Schlachten bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, wenn diese beiden Nationen in ihren Bob stiegen. Nun, die Deutsche Demokratische Republik ist ja eigentlich längst Geschichte – nur dann eben nicht, wenn Stefan Raab das so will. Ganz so, wie er die Wok-WM immer wieder als ernstzunehmende Sportart preist. Denn so funktioniert die Gaudi erst. Alle Teilnehmer sind mit Ehrgeiz dabei, ein professioneller Sportjournalist kommentiert das Geschehen, Durchlaufzeiten werden akribisch analysiert und auch am Material wird von Teams fieberhaft gewerkelt. Vorhang auf also zur elften Wok-WM, die in diesem Jahr zum zweiten Mal im thüringischen Oberhof über die Bühne ging.

Und nach rund vier Stunden stand dann auch der Sieger fest. Stefan Raab verteidigte mit seinem Wok Deutschland 1 und nach einem harten Duell mit dem Vierer-Wok der DDR seinen Weltmeistertitel aus dem Jahr 2012. Sechs Zehntel war der deutsche Wok am Ende schneller, in dem neben Raab außerdem Manuel Machata, Felix Loch und TV-Koch Steffen Henssler Platz genommen hatten. Über Silber freuten sich dennoch die Sportler David Möller, Markus Beyer, Sandra Kiriasis und Kevin Kuske. Damit war der DDR gelungen, die Schmach aus dem letzten Jahr vergessen zu machen.

Haarscharf an einer Sensation vorbei schrammte der Vierer-Wok der Türkei mit Rapper Eko Fresh, Martin Kesici, Sükrü Pehlivan und Bahar Kizil. Sie verpassten den Sprung aufs Treppchen nur um zwei Zehntel und mussten sich knapp dem österreichischen Vierer geschlagen geben. Bei der elften Wok-WM waren ohnehin so viele Nationen wie nie zuvor gestartet. Die Schock-Rocker Lordi nahmen für Finnland in der Reisschüssel Platz und schafften es immerhin auf Rang neun. Schlechter waren noch die USA und das Team Großbritannien. Etwas enttäuschend landeten außerdem die Italiener mit Teamchef Michael Meziani nur auch Rang acht.


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