Von Nils Reschke 0
Handball-WM 2013

Deutsche Handballer kassieren gegen Tunesien die erste Niederlage

Deutschlands Handball-Nationalmannschaft hat einen perfekten Start bei der Weltmeisterschaft in Spanien verpasst. Nach dem Auftaktsieg bei der WM gegen Brasilien verlor die deutsche Sieben nun gegen Tunesien.


Die deutschen Handballer haben bei der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die Nationalmannschaft von Tunesien kassierte das DHB-Team eine so vermutlich nicht eingeplante 23:25-Niederlage. Zur Pause hatte es noch 13:13 unentschieden gestanden. Nach der Pleite gegen den Afrikameister steht Deutschland nun in der Gruppe A unter Zugzwang. Am Dienstag trifft die deutsche Sieben auf Argentinien. Vielleicht ist das zumindest ein gutes Omen. Denn schon zum Auftakt der Handball-WM 2013 hatten die deutschen Handballer es mit einem Team aus Südamerika zu tun bekommen. Gegen Brasilien fuhren sie einen deutlichen 33:23-Sieg ein.

Bundestrainer Martin Heuberger wollte nach der ersten Niederlage bei der Weltmeisterschaft nicht alles schlechtreden. Stattdessen stellte er sich demonstrativ vor seine Schützlinge: „Heute hat uns das Glück gefehlt“, meinte der Nachfolger von Heiner Brand. „Wir haben alles versucht, aber ich bin stolz auf die Mannschaft. Die hat ein großes Herz und ich hoffe, sie kommt wieder ins Turnier zurück.“ Dass Tunesien mit Sicherheit bei diesen Titelkämpfen keine Laufkundschaft werden würde, hatten die Nordafrikaner schon im ersten Match bewiesen. Dort hatten sie sich erst kurz vor Schluss gegen den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Frankreich 27:30 beugen müssen.

Entsprechend bewerteten auch die deutschen Akteure auf dem Parkett die Niederlage gegen Tunesien. Sven-Sören Christophersen, der mit sieben Treffern bester deutsche Schütze gegen Tunesien war, sagte: „Es ist nichts verloren. Wir müssen uns jetzt auf das nächste Spiel vorbereiten.“ Verloren ist sicherlich nichts. Aber das DHB-Team sollte dringend Siege gegen Argentinien und ein schwaches Montenegro folgen lassen. Danach wartet zum Abschluss der Gruppe nämlich noch Weltmeister Frankreich. Platz zwei bleibt in Reichweite – und der sollte tunlichst das Ziel sein. Denn bei dieser WM geht es nicht mit einer Zwischenrunde weiter, sondern direkt in die K.-o.-Runde. Und so könnte Deutschland im Achtelfinale dann gleich einem Schwerkaliber aus dem Weg gehen.


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