Von Ronny Krause 0

Designer Wolfgang Joop: wird des Plagiatsverdachts beschuldigt


 

Nach Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gibt es in Deutschland einen neuen skandalösen Plagiatsvorwurf. Dieser betrifft allerdings nicht die Politik, sondern die Kreise der modischen High Society. Er betrifft einen der bekanntesten deutschen Designer- Wolfgang Joop. Der Vorwurf des Londoner Künstlers Marc Quinn, sich ungefragt an seinen Gemälden bedient zu haben, gilt definitiv dem Designer Wolfgang Joop.

Der 47- jährige Marc Quinn entdeckte auf den Laufstegen Paris` so einige Ausschnitte seiner künstlerischen Werke. Und das nicht nur auf den Kleider- Kollektionen des Schweizer Labels Akris, sondern auch bei Designer Joops Luxus-Label Wunderkind.

„Wir reden hier nicht über ein Bild auf einem einzigen Kleid“, so äußerte sich der Londoner Künstler ziemlich empört. „Wir reden über Teile, die komplett aus meinen Gemälden kopiert wurden“!

Marc Quinn erregte im Jahr 2005 große Aufmerksamkeit durch die Anfertigung einer 3,5 Meter hohen Statue der hochschwangeren Künstlerin Alison Lapper. Die Frau Alison Lapper wurde Contergan geschädigt mit sehr stark verkürzten Beinen und ohne Arme geboren. Die angefertigte künstlerische Plastik wurde für einige Monate auf dem Trafalgar Square in London aufgestellt. Mit ihr erlangte Quinn einen hohen Bekanntheitsgrad.

Jetzt ist der Londoner Künstler Marc Quinn ziemlich „angefasst“:

„Dass jemand einfach das Copyright meiner Werke missachtet und daraus ein kommerzielles Produkt macht ist einfach unakzeptabel. So wird mir die Möglichkeit genommen, vielleicht einmal selbst Kleider aus meinen Gemälden zu entwerfen. Es zerstört meine Zukunft. Es ist ja okay, wenn sich jemand von mir inspiriert fühlt und dann etwas anderes daraus macht. Aber es ist nicht okay, einfach meine Bilder zu klauen“, beschwerte sich Quinn nachhaltig darüber.

In der Tat kann man Marc Quinns Werke ganz klar erkennen, denn seine Gemälde von Orchideen und Tulpen findet man originalgetreu in den Entwürfen von Designer Wolfgang Joop wieder. Den „Kunst-Diebstahl“ entdeckte eigentlich Quinns Assistentin. Das Schweizer Luxus- Label Akris wies die Anschuldigungen jedoch weitgehend zurück: „Chef-Designer Albert Kriemler ließ sich von den Gemälden inspirieren, fügte aber im Designprozess seine eigene Kreativität hinzu“, so der Sprecher des Labels.

Joops Luxus- Label „Wunderkind“ hielt sich diesbezüglich schon ein wenig bedeckter. Auch das Haute Couture Label aus Potsdam bekam nun ein anwaltliches Schreiben von Marc Quinns Rechtsvertretern. „Ja es stimmt“, ließ der „Eventing Standard“ verlauten. Die Antwort von Wolfgang Joops Headquarter lautet: „Wir haben ein solches Schreiben bekommen und lassen es gerade von unserer Rechtsabteilung prüfen“.


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