Von Nils Reschke 0
Ralph McQuarrie

Der Vater von Darth Vader ist gestorben

Als dunkler Lord im schwarzen Umhang und mit Maske ausgestattet zählt Darth Vader zu den fiesesten aller Schurken, die Hollywood jemals gesehen hat. Sein Schöpfer war Ralph McQuarrie, der bereits am Samstag in Florida an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung im Alter von 82 verstarb.


Wir alle lebten auch ein Stück weit in der Welt seiner Fantasie. Ralph McQuarries Namen kannten jedoch die wenigen. Er hatte einen Traumjob in der Traumfabrik: Kinodesigner schimpfte sich die Berufsbezeichnung. McQuarries bekannteste Schöpfung war der Sith-Lord Darth Vader aus „Star Wars“, dessen schwerfälliges Atmen begleitet von einem der entscheidendsten Sätze in der Filmgeschichte wohl jeder schon einmal parodiert hat: „Luke, ich bin dein Vater!“ Jetzt starb der geniale Kinodesigner Ralph McQuarrie im Alter von 82 Jahren.

Als sich George Lucas und McQuarrie Mitte der 1970er-Jahre kennenlernten, war es eine fast schicksalhafte Begegnung zweier Menschen, die nichts mehr liebten als die Detailbesessenheit. Da hatten sich zwei Kreativmenschen im wahrsten Sinne des Wortes gesucht und gefunden. Für den Epos rund um den „Krieg der Sterne“ brachte er die Visionen von Gerorge Lucas auf Papier – so wie kein Zweiter. Er kreierte Chewbacca, zeichnete auch C-3PO und natürlich R2-D2. Auf McQuarries Fantasie war stets Verlass. George Lucas beschrieb diesen Prozess so: „Wenn Worte meine Ideen nicht auszudrücken vermochten, konnte ich immer auf Ralphs fabelhafte Illustrationen zeigen und sagen: Macht es so!“

Doch Ralph McQuarries Arbeit alleine auf „Star Wars“ zu beschränken, wäre falsch. Als der liebevolle Alien E.T., den alle so gerne knuddeln wollten, in sein Raumschiff stieg, stammte dieses aus McQuarries Feder. Auch bei der „Unheimlichen Begegnung der dritten Art“ und bei „Jurassic Park“ wirkte die Fantasie von Ralpf McQuarrie.  Darüber hinaus wurde er für die populäre Science-Fiction-Fernsehserie „Kampfstern Galactica“ engagiert. Das alles war aber nicht sein größter Erfolg. Denn für „Cocoon“ wurde Ralph McQuarrie 1985 mit einem Oscar für die besten Spezialeffekte ausgezeichnet.


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