Von Mark Read 1
Unfaires Telefonvoting?

"Der klügste Deutsche": Michael Buscher fühlt sich verschaukelt

Auch Tage später ist der Ärger noch nicht verraucht. Im Finale der ARD-Castingshow "Der klügste Deutsche" unterlag Michael Buscher nach Telefonvoting eindeutig dem jüngeren Sebastian Runde – obwohl der 44-Jährige für viele der Favorit gewesen war. Nicht nur er äußert Zweifel an der Form der Final-Abstimmung.

Eckart von Hirschhausen gehört zu den attraktivsten Moderatoren

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(© Getty Images)

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Versicherungskaufmann Michael Buscher hatte sowohl in der Halbfinal- als auch in der Finalsendung mit seinem Wissen geglänzt. Seine Antworten kamen teils wie aus der Pistole geschossen, darüber hinaus punktete der 44-jährige auch mit Sympathie. Die hatte zweifellos auch sein wesentlich jüngerer Finalkonkurrent Sebastian Runde. Dennoch wirft das am Ende eindeutige Finalergebnis – 86,3% Publikumsstimmen für Runde – die Frage auf, ob da nicht rein nach Aussehen und Sympathie entschieden wurde. Mit Halbglatze und Bauchansatz hatte Buscher optisch keine Chance gegen den smarten James-Blunt-Verschnitt.

Denn dass Runde so viel besser war als er, zweifelt nicht nur Buscher an. Im Gespräch mit dem Kölner "Express" macht der klare Verlierer seinem Ärger darüber Luft, dass am Ende das Publikum entscheiden durfte, wer klügster Deutscher wird: "Wenn dieses Abstimmungsverfahren vorher bekannt gewesen wäre, hätte ich mich niemals beworben", so Buscher. "Das ist doch hochgradig unseriös."

Zahlreiche wütende Zuschauer-Anrufe und Kommentare im Internet (auch bei promipool.de) zeigen, dass Buscher mit seiner Meinung nicht alleine dasteht. Hinzu kommt, dass Jurymitglied Eckart von Hirschhausen unmittelbar vor der Telefonabstimmung unmissverständlich Stimmung für den jüngeren Sebastian Runde gemacht hatte. Nach der Sendung habe ihm Hirschhausen mit einem Augenzwinkern erklärt, dass der junge Mann die 100.000 Euro Siegprämie ja wohl besser gebrauchen könne als er, so Buscher.

Die ARD will von der Kritik übrigens nichts wissen. Gegenüber der "Bild" verweist der Sender auf den Vertrag, den jeder Kandidat mit der Produktionsgesellschaft unterschrieben habe:

"Das Auswahl- und Abstimmungsverfahren von 'Der klügste Deutsche 2011' ist von Anfang an offen und öffentlich kommuniziert wurden – nicht zuletzt in dem Mitwirkendenvertrag, den Herr Michael Buscher am 5. Oktober 2011 unterschrieben hat. Herr Buscher war somit darüber informiert, dass ein Telefonvoting am Ende der Finalsendung darüber entscheidet, wer den Titel 'Der klügste Deutsche' tragen darf", so "I & U TV Produktion GmbH & Co. KG"


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