Von Stephanie Neuberger 0
Die Vorfreude wächst

"Der kleine Hobbit" und die großen Abenteuer

Nachdem "Der Herr der Ringe" ein großer Erfolg war, wird nun fleißig, wenn auch mit jahrelanger Verspätung an der Verfilmung von "Der kleine Hobbit" gearbeitet - einem weiteren Buch von J.R.R. Tolkien, das zeitlich vor den Abenteuern von Frodo und Co. spielt. Der Regisseur ist ein alter Bekannter: Peter Jackson!


Hätte mir vor 15 Jahren jemand gesagt, dass „Der kleine Hobbit“ verfilmt wird, hätte ich sicherlich geantwortet, dass diesen Film wirklich niemand braucht. Heute sehe ich die ganze Sache anders. Warum ich damals so kritisch reagiert hätten, verrate ich Euch gerne. Eigentlich ist die Erklärung simpel. Ich war ein junges Mädchen, das in der Schule gezwungenermaßen die Geschichte des Hobbits lesen musste. Allerdings war mir der abenteuerliche Stoff damals zu jungenhaft. Früher hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mich eines Tages auf die Verfilmung von „Der kleine Hobbit“ freue. Und mit dieser Vorfreude stehe ich sicherlich nicht alleine da. Allen, die jetzt nicht wissen, um was es geht, helfe ich gerne auf die Sprünge.

Spätestens seit „Der Herr der Ringe“ wird wohl jeder wissen, was ein Hobbit ist und dass diese kleinen Geschöpfe im zauberhaften Auenland leben. In „Der kleine Hobbit“ geht es um die Abenteuer von Bilbo Beutlin, der kein Unbekannter ist. Bereits in „Der Herr der Ringe“ taucht er im ersten und letzten Teil der Geschichte auf. Bilbo war lange Zeit Besitzer und Hüter des Ringes. Im nun verfilmten „Hobbit“-Buch wird unter anderem geklärt, wie er an den Ring gelangt und welche Abenteuer, die in „Herr der Ringe“ kurz erwähnt werden, er erlebt. Die Geschichte spielt also vor der oscarprämierten Verfilmung. Wer also das dreiteiligen Werk rund um Frodo Beutlin mochte, wird sicherlich auch den neusten Film mögen. Es war wohl nicht nur mir klar, dass „Der kleine Hobbit“ nach dem bahnbrechenden Erfolg vom „Herr der Ringe“ früher oder später ebenfalls verfilmt wird. Dass dies allerdings 10 Jahre dauert, hätte ich nicht gedacht. Meist wird nach einem so großen Erfolg schnell an die Geschichte angeknüpft, um die anhaltende Begeisterung nicht abebben zu lassen. Aber ich bin mir sicher, dass sich die Macher über mangelnde Besucherzahlen in den Kinos keine Sorgen machen müssen.

In der neuen Verfilmung kehren übrigens auch bekannte Charakter wieder auf die Leinwand zurück. Nur um einige zu nennen: Ian McKellen wird erneut den Zauberer Gandalf spielen, Orlando Bloom den Legolas, Cate Blanchett verkörpert erneut Galadriel und was mich besonders freut, Andy Serkis wird für den animierten Gollum als Vorbild dienen. Auch diesmal wird Peter Jackson der Regisseur des Filmes sein. Man könnte sagen, dass beinahe alles beim Alten geblieben ist, sogar die Kulisse. Dies hat sicherlich den positiven Effekt, dass der „Hobbit“-Film dem Erscheinungsbild und dem Stil von „Der Herr der Ringe“ gleicht. Bei einer Geschichte, die so eng mit einer anderen verknüpft ist, kann ich dies nur begrüßen.

Nun bin ich Euch aber noch den kleinen Wermutstropfen schuldig. Obwohl die Dreharbeiten bereits begonnen haben, soll der erste Teil vom Hobbit, der übrigens als Zweitteiler ins Kino kommt, erst Ende 2012 zu sehen sein. Zeit genug um vielleicht noch einmal das Buch zu lesen. Aber selbstverständlich gibt es zum Schluss gute Nachrichten. Zum einen werden die Filme in 3-D gedreht und zum anderen verzückt Peter Jackson auf seiner Facebook-Seite die Wartezeit mit Videos vom Set.


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