Von Nils Reschke 3
„Delta Machine“ überzeugt nicht

Depeche Mode enttäuschen mit ihrem neuen Studio-Album

Das neue Album von Depeche Mode trägt den Namen „Delta Machine“. Es ist in Deutschland ab Freitag (22. März) erhältlich und der erste Longplayer seit vier Jahren, seit „Sounds Of The Universe“ – dem fünften Album von Depeche Mode in Serie, dem es gelang, Platz eins der deutschen Charts zu erobern.


Bereits am Dienstag feierten die 13 Songs von „Delta Machine“ Premiere im Internet, wo man sich die neusten Werke der Synthie-Pop-Musiker anhören konnte. Das sind die nackten Fakten vor der Veröffentlichung von „Delta Machine“. Die emotionalen Kritiken im Netz hingegen überschlagen sich – allerdings negativ. Gut kommt das neue Album von Depeche Mode ganz und gar nicht dabei weg.

Die Zeit etwa meint, auch das schwache Album würde nichts am Gesetz der Serie ändern, dass solch eine CD reflexhaft gekauft werde: „Ein Stolpern im Elektrogroßmarkt, schon hat man so ein Teil im Korb. Gar nicht gemerkt.“ Und man wird noch deutlicher: Sänger Dave Gahan wähne sich „auf einem Mississippi-Raddampfer. Er knödelt und greint wie einst John Lee Hookers Gitarre.“ Begeisterung liest sich jedenfalls anders. Schon „Heaven“, die vorab veröffentlichte Single zum neuen Album von „Depeche Mode“ sei eine traurige Angelegenheit gewesen. „So müde, so schleppend, mit albernen Trommelwirbeln im Vordergrund. Dabei waren erste Singles bislang so eine Art Königsdisziplin von Depeche Mode“, trauert die Zeit der guten alten Zeit hinterher.

Spiegel Online betitelt seine CD-Besprechung von „Delta Machine“ mit „Der Phantomschmerz“ und kommt zu dem Schluss, dass DM „auf der Soundebene viel eingefallen“ sei. „Die zum Himmel strebenden Melodien, die die pophistorischen Sternstunden der Band Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre prägten, fehlen dagegen weitgehend.“ Und genau das sei „ein Mangel, der nun schon seit ein paar Alben schmerzt – wahrscheinlich wird das nix mehr mit den großen Würfen.“ Wie schon erwähnt: Den Verkaufszahlen wird das dank der treuen Fangemeinde von Depeche Mode keinen Abbruch tun. Und der anstehenden Tour sicherlich auch nicht. Da werden ja auch alle Klassiker gespielt von „Enjoy The Silence“ bis zu „Personal Jesus“. Von Anfang Juni bis Anfang Juli sind Depeche Mode auch auf acht Konzerten zu Gast in Deutschland.


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Foucault 21. Mär. - 19:43 Uhr

Man hat das Gefühl da hat jemand das Album nicht gehört! Und dann auch noch woanders abgeschrieben. Da sind Musiker die sehr lange an Produktion und Abmischung arbeiten. Man sollte vielleicht mal auf die Titel eingehen.
Übrigens das Album ist brilliant. Anspieltips: Alone u. Should Be Higher

Modefan 20. Mär. - 21:14 Uhr

Wen enttäuscht das Album? Mich als ewigen Fan nicht denn ich finde das Album absolut klasse...schreibt bitte nicht immer solch einen Käse, nur weil irgendwelche Hetzer das Album schlecht machen muss dies nicht der Wahrheit entsprechen, wenn ich jetzt 2,3 andere Zeitschriften posten würde denen das Album gefällt steht dann als Überschrift was anderes?!?

dm-Sascha 20. Mär. - 10:25 Uhr

...Die emotionalen Kritiken im Netz hingegen überschlagen sich – allerdings negativ...
Dem kann ich nun nicht zustimmen. Wenn man die Fanseiten betrachtet ist festzustellen , dass es zwar geteilte Meinungen gibt aber das Echo überwiegend positiv ist. Vielleicht sollte man auch begreifen, dass Depeche Mode den Mainstream mit Radiotauglicher Musik nie sehr bedient hat. Violator und Songs of faith and devotion bilden hier für viele eine Ausnahme.

Doch der Kult um Depeche Mode beschreibt nicht nur Stadionhits sondern seit 81 das anders sein. Denn Titel wie Pipeline oder auch andere frühe Albumtracks haben der Band den Ruf der kontroversen und diskussions würdiger Musik gegeben.

23. Jul. - 04:53 Uhr

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