Von Nils Reschke 0
Looking For Freedom?

David Hasselhoff reist am Sonntag zum Protest nach Berlin

Man mag nun von David Hasselhoff halten, was man will. Sein Engagement gegen den geplanten Teilabriss der East Side Gallery ist vorbildlich.


In der deutschen Hauptstadt steppt nicht nur buchstäblich der Bär, das Wappentier von Berlin. Nein, die oft besungene Berliner Luft ist dicker geworden. Die Zahl der Menschen, die gegen die Pläne protestieren, die sogenannte East Side Gallery zumindest in Teilen abzureißen, steigt von Tag zu Tag. Die East Side Gallery ist dabei nicht nur mit 1316 Metern die längste Galerie von Künstlern unter freiem Himmel, sondern natürlich auch als Teil der Berliner Mauer ein Dokument der Geschichte, dem Städtebauer nun an den Kragen wollen.

Auch einigen Prominenten geht das zu weit. Einer von ihnen ist David Hasselhoff, der für den Erhalt der East Side Gallery kämpfen will wie zu seinen besten Zeiten in der Kultserie „Knight Rider“. Am Sonntag will „The Hoff“ höchstpersönlich vor Ort sein und seinen Unmut über die Pläne der Stadt Berlin zum Ausdruck bringen. Auf Twitter bat er um Mithilfe: „Kommt und zeigt mir eure Unterstützung!“ David Hasselhoff kann nicht verstehen, was da geplant ist: „Wie kann man die Mauer niederreißen, die für Freiheit, Beharrlichkeit und menschliche Opfer steht?“

David Hasselhoff, die Berliner Mauer und die Deutsche Wiedervereinigung – das hat Geschichte. Denn in der Silvesternacht 1989 trat „The Hoff“ einst mit seinem Hit „Looking For Freedom“ dort auf. Da stellt sich natürlich die Frage: Wir Hasselhoff auch wieder ein Lied anstimmen? Zumindest sei kein Auftritt mit Band geplant, will die Berliner Zeitung erfahren haben. Aber für ein Liedchen gegen den Teilabriss braucht es ja nicht gleich eine komplette Kapelle. Man mag nun von David Hasselhoff halten, was man will. Sein Engagement gegen den geplanten Teilabriss der East Side Gallery ist vorbildlich. Sogar im US-amerikanischen Fernsehen wirbt er für den Erhalt der Mauer.


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