Von Nils Reschke 0
Durchbruch als Ziggy Stardust

David Bowie: Ein Chamäleon der Musikbranche wird 65

Ziehe deine roten Schuhe an und tanze den Blues: So forderte er einst Millionen Fans auf. „Let´s Dance“ ist einer der bekanntesten Hits von Multitalent David Bowie, der heute 65 Jahre alt wird. Der gebürtige Londoner war immer mehr als nur ein Musiker. Er erfand sich in seiner langen Karriere immer wieder neu.


Ob er seine Fans noch einmal mit einem neuen Tonträger verzückt, ist eher ungewiss. Aber David Bowie ist bekanntlich immer für eine Überraschung gut. Nötig hätte das der Künstler, der am 8. Januar seinen 65. Geburtstag feiert, eher nicht. Mit geschätzten 900 Millionen Euro Vermögen gilt der gebürtige Londoner als einer der reichsten Künstler auf dem Globus. Das Wort Künstler ist dabei wörtlich zu nehmen. Wie ein Chamäleon verstand es David Bowie wie kaum ein Zweiter, sich immer wieder neu zu erfinden. Und zwar beileibe nicht nur als Musiker und Sänger. David Bowie sang nicht nur und komponierte Songs. Er stand auch als Schauspieler vor und als Produzent hinter der Kamera. David Robert Haywood Jones, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, ist und bleibt ein wahres Multitalent.

Seit nun fast schon einem Jahrzehnt ist es vergleichsweise ruhig geworden um den schillernden Künstler, der sein letztes Album „Reality“ 2003 veröffentlichte. Seine Erstlingswerke wie „David Bowie (Space Oddity)“ von 1969 oder „The Man Who Sold The World“ von 1970 entpuppten sich erst im Nachhinein als wahre Perlen. Den Haupttrack des letztgenannten Albums coverte die Grunge-Band Nirvana um ihren Frontmann Kurt Cobain beispielsweise 1994 bei ihrem legendären Unplugged-Auftritt für MTV. Doch zurück zu David Bowie, dem erst 1972 der finanzielle Durchbruch gelang: „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ lautete der skurrile Titel seines Werks, bei dem er in die Rolle von Ziggy Stardust schlüpfte und bei seinen Bühnenshows weltweit für Aufsehen sorgte. Bowies im wahrsten Sinne des Wortes kometenhafter Aufstieg war von da an nicht mehr zu stoppen.

In den Jahren von 1976 bis 1978 zog es David Bowie in die „Welthauptstadt des Heroins“, wie er die deutsche Hauptstadt Berlin einmal betitelte. Da war es nur konsequent, den kompletten Soundtrack für „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ beizusteuern, auf dem sich auch sein Hit „Heroes“ befindet, von dem es auch eine von Bowie in deutsch gesungene Fassung gibt. Was folgte, war 1981 „Under Pressure“ mit der Band Queen und das Album „Let´s Dance“, mit dem David Bowie schließlich auch in den USA große Triumphe feierte. Zwischendurch sammelte der Brite auch immer wieder Erfahrungen im Schauspielfach. Seine bekannteste Rolle ist sicherlich die des Koboldkönigs Jareth in „Die Reise ins Labyrinth“ von 1986. Für all seine musikalischen Erfolge und Meilensteine wurde David Bowie 1996 schließlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.


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