Von Mariam Fall 1
Konsequenzen gezogen

Das war's: Christian Wulff ist zurückgetreten

Nach zahlreichen Spekulationen wurde die Nachricht heute Vormittag offiziell bestätigt: Christian Wulff ist von seinem Amt des Bundesepräsidenten zurückgetreten. Für viele kommt diese Meldung wenig überraschend. Nun muss die Bundesversammlung innerhalb von 30 Tagen ein neuen Präsidenten wählen.


Christian Wulff ist nicht mehr Bundespräsident. In einer Erklärung heute Vormittag gab der nun ehemalige Staatschef seinen Rücktritt bekannt. Nun übernimmt der CSU-Chef Horst Seehofer vorläufig das Amt.

Für viele kam Wulffs Rücktritt nicht sehr überraschend. Seit längerer Zeit stand Wulff u.a. wegen zweifelhafter Finanzierung seiner Urlaubsaufenthalte stark in der Kritik.  Seine darüber Hinaus nicht "neutrales" Verhältnis zur Presse bereitete ihm zunehmend ein schlechtes Image. Nach mehreren Entschuldigungen, schien aber auch das Volk letztlich das Vertrauen in den ehemaligen Präsidenten verloren zu haben. Dies hat auch er erkannt:

"Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass dieses Vertrauen und damit meine Wirkungsmöglichkeiten nachhaltig beeinträchtigt sind", zitiert die Zeit den Ex Staatschef.

Dass die Medien nicht sanft mit dem Präsidenten umgingen, betonte Wullff auch heute wieder. Die Berichterstattung, "die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt", zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung.   Des weiteren verteidigt er sich: „Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig".

Was nun in den nächsten Tagen geschehen wird, ist schwer zu sagen. Fest steht nur: Es muss schnell ein neuer Präsident gewählt werden. Laut Verfassung muss innerhalb von 30 Tagen ein Nachfolger gefunden werden. Die ARD zeigt heute um 21 Uhr eine Sondersendung zu diesem Thema mit Günter Jauch.


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