Von Mark Read 0
Promipool-Jahresrückblick

Das war das Sportjahr 2011

Das Sportjahr 2011 hatte vor allem aus deutscher Sicht einiges zu bieten. Wir berichten euch von Weltmeistern, NBA-Champions und einer überragenden Fußball-Nationalmannschaft.


Vor wenigen Tagen wurden Deutschlands "Sportler des Jahres" gewählt. In der Kategorie Männer war klar, dass einer der beiden herausragenden deutschen Athleten des Jahres den Kürzeren ziehen würde. Letztlich gewann Basketball-Held Dirk Nowitzki mit hauchdünnem Vorsprung vor Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Nowitzki ist der erste Mannschaftssportler, der diesen Titel erringen konnte. Ein Zeichen dafür, wie toll dieses Sportjahr aus deutscher Sicht war.

Am 12. Juni bestieg der gebürtige Würzburger Nowitzki den Gipfel seiner Karriere und krönte seine außergewöhnliche, nun schon 13 Jahre währende Karriere in der US-Profiliga NBA. Mit seinen Dallas Mavericks gewann Nowitzki in der Finalserie gegen die Miami Heat als erster deutscher den NBA-Meistertitel. Ebenso wurde er als erster Deutscher kurz darauf zum "Most Valuable Player" des Finals gewählt.

Zwar zählt Nowitzki schon seit vielen Jahren zu den besten Spielern der NBA und verschaffte sich durch konstant starke Leistungen gehörigen Respekt in der besten Liga der Welt. Doch erst in diesem Jahr schaffte er es – auch dank starker Teamleistungen – sein Können in Erfolge umzumünzen. Bis zum Juni galt Nowitzki als "unvollendeter Spieler", der wohl nie einen Meistertitel gewinnen würde. Nun, mit 32 Jahren, strafte er alle Kritiker Lügen.

 

Sebastian Vettel mag bei der Sportler-Wahl zweiter geworden sein, doch in der Königsklasse des Motorsports führte auch 2011 wieder kein Weg an dem Heppenheimer vorbei. Vettel dominierte die Formel-1-Saison wie sein großer Vorgänger Michael Schumacher zu seinen besten Zeiten. Völlig überlegen gewann der 24-Jährige seinen zweiten WM-Titel in Serie, und wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird er auch 2012 genau so weitermachen.

Doch trotz Nowitzki und Vettel geht in Deutschland natürlich auch weiterhin nichts über den Volkssport Fußball. Und da war einiges los: Borussia Dortmund brachte im Mai den Meistertitel in der Bundesliga unter Dach und Fach. Die sehr junge Truppe von Jürgen Klopp spielte und kombinierte sich mit begeisterndem Offensivfußball zum Titel. Zudem schaffte mit Mario Götze ein Jungtalent aus Klopps Krabbelgruppe den Durchbruch zum international begehrten Nachwuchs-Star.

Der FC Bayern München rettete sich nach einer völlig verkorksten Saison und der Entlassung des ungeliebten Louis van Gaal im April gerade noch auf Platz drei der Liga. Daraufhin gingen Uli Hoeneß und sein neuer, alter Trainer Jupp Heynckes auf große Einkaufstour. Und siehe da: Mit Manuel Neuer, Jerome Boateng und Rafinha als neuen Stars sowie einem immer noch unfassbar guten Mario Gomez im Sturm läuft es bei den Bayern seit Saisonbeginn wieder wie geschmiert. Der FCB geht als Herbstmeister in die kommende Rückrunde.

Zu erwähnen wäre da unbedingt noch die Nationalmannschaft: Das Team von Jogi Löw knüpfte 2011 nahtlos an die starken Vorstellungen bei der WM 2010 an. Die Qualifikation für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine schafft die DFB-Elf erstmals ohne Punktverlust! Zudem ließen beeindruckende Testspielsiege gegen Brasilien und die Niederlande die internationale Konkurrenz aufhorchen. Keine Frage: In dieser Form ist unsere Elf ein großer Favorit bei der EM 2012 – trotz einer schweren Gruppe mit den Niederlanden, Portugal und Dänemark.


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