Von Victoria Heider 0
3. Teil im sozialen Brennpunkt

"Das Jenke Experiment": Hartz IV und das Leben auf der Straße

Reporter Jenke von Wilmsdorff geht mit seinem investigativen Journalismus immer bis an die Grenze. Er setzt sich hartem Alkoholkonsum aus und lebt im Altenpflegeheim. Für seine neueste Reportage war er eine Woche Gast bei Familie Thiel. Die Thiels wohnen im Problemstadtteil Berlin Marzahn und leben von Hartz IV.


In seinem Einsatzort bei Familie Thiel angekommen, findet Jenke von Wilmsdorff eine verwahrloste Wohnung vor. Es schimmelt, gammelt und stinkt überall. Die Kinder haben zwar Hoffnung auf eine Zukunft ohne Hartz IV aber ihre Chancen dafür stehen schlecht.

Die etwa 750 Euro staatliche Unterstützung reichen für die fünfköpfige Familie meist nicht bis zum Ende des Monats aus. Beim Einkauf im Discounter gesteht ihm die Mutter, dass es auch mal Tage gibt, an denen es nur Nudeln mit Tomatenmark gibt. Die Kosten für das Abendessen würden sich so nur auf rund einen Euro belaufen.

Außerdem trifft Jenke den Obdachlosen Kalle, der ohne eine eigne Wohnung keine Chance hat wieder in ein geregeltes Leben zurück zu finden. Um sich besser in ihn hinein versetzen zu können, verkleidet sich Jenke als Obdachloser und bettelt Berliner Passanten an.

Für die Thiels hat er noch eine Überraschung. Eine runderneuerte Wohnung soll ihnen helfen wieder neuen Lebensmut zu fassen. Und es funktioniert sogar. Als Jenke die Familie wieder besucht gehen die Kinder regelmäßig zur Schule.

Bei den Zuschauern scheint die lebensnahe Dokumentation gut anzukommen. Wie quotenmeter.de berichtet, schalteten "Das Jenke-Experiment" immerhin vier Millionen Zuschauer ein. Bei der werberelevanten Gruppe der 14-49 Jährigen lag der Marktanteil bei rund 17%.


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