Von Stephanie Neuberger 0
"Verblendung" eine Herausforderung

Daniel Craig ist ein Idealist

Daniel Craig ist vor allem aufgrund seiner Rolle als "James Bond" berühmt. Derzeit sieht man den Schauspieler aber in der Stieg-Larsson-Romanverfilmung "Verblendung" in den Kinos. Der Dreh verlangte dem 43-Jährigen einiges ab.


Daniel Craig ist derzeit in der Verfilmung von "Verblendung" zu sehen. Einem Roman von Stieg Larsson, den Millionen Menschen auf der Welt gelesen haben. Aber nicht nur dies war eine Herausforderung, sondern auch die Tatsache, dass der Roman erst 2009 schon einmal verfilmt wurde. Im Interview mit der Westdeutschen Zeitung sprach der Schauspieler über seine Rolle und auch darüber, ob der Druck, das Buch erneut zu verfilmen, nicht sehr groß war.

Die Frage, ob er sich Sorgen um die Erwartungshaltung der Menschen gemacht hat, die das Buch kennen, verneinte der Schauspieler. "Ganz offen und ehrlich: Nein. Das kann ich auch nicht zulassen, denn sonst könnte ich meine Arbeit nicht machen. Dann hätte ich nur im Kopf: 'Oh Gott, was werden die Leute denken?' Ich bin wohl ein totaler Idealist, aber als man mir die Rolle anbot, dachte ich als erstes: 'Werden sie die Geschichte wohl verwässern?' Doch das Studio hat sich nicht gescheut, mit den großen Themen Machtmissbrauch und Missbrauch von Frauen einen großen, teuren Film zu drehen. Ich sah die Chance, nicht für das größtmögliche Publikum zu drehen, sondern für Leute, die hinterher darüber nachdenken", so der Schauspieler gegenüber der Zeitung. Übrigens hat er auch für die Fortsetzung unterschrieben. Ob und wann diese gedreht wird, ist noch nicht klar.

Die Verfilmung von "Verblendung" aus dem Jahr 2009 hat sich Daniel Craig im Übrigen nicht angesehen. Außerdem verriet Craig der Zeitung, dass er gerne noch einen weiteren "James Bond"-Film drehen würde, wenn die Macher dies wünschen.


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