Von Nils Reschke 0
Champions League

Cristiano Ronaldo taugt nur als tragischer Held

Schon einmal hatte er im Elfmeterschießen einen Schuss versemmelt. 2008, damals noch im Dress von Manchester United, ging das gegen den FC Chelsea noch gut. Dieses Mal aber nicht. CR7 versank mit Real Madrid im Jubel der Bayern.


Zwei Vereine, zwei Intimfeinde, auf beiden Seiten ein Superstar – kaum irgendwo anders spalten der FC Barcelona und Real Madrid mit Lionel Messi hier und Cristiano Ronaldo dort die Welt der Fußball-Fans so sehr. Am Dienstagabend schütteten die Anhänger der Königlichen und natürlich auch von CR7 Spott und Häme über Weltfußballer Lionel Messi, weil der vom Strafstoßpunkt aus elf Metern nur die Latte getroffen hatte. Es wäre das 3:1 gewesen, am Ende schied Barca gegen den FC Chelsea aus. In Madrid arbeitet Cristiano Ronaldo in der ersten Viertelstunde einen Tag später daran, zum Helden des Halbfinales zu werden. Aber der vermeintliche Superstar scheiterte – nicht zum ersten Mal – kläglich.

Der portugiesische Superstar war es, der nach sechs Minuten im Santiago Bernabeu einen umstrittenen Elfmeter zum 1:0 verwandelte, um dann acht Minuten später nach Pass von Mesut Özil sogar zum 2:0 einzuschieben. Keine kunstvollen Tore freilich, aber wertvolle Treffer. Ohne Zweifel. Ob es ein vermeintlich Superstar nötig hat, einen Elfmeter nach sechs Minuten zu feiern, als sei ihm gerade das Tor des Jahrhunderts in der Schlussminute eines Finales gelungen, lassen wir an dieser Stelle einmal dahingestellt. Fakt ist: Cristiano Ronaldo tauchte danach weitgehend ab, wurde von Philipp Lahm abgemeldet.

Als dann das Elfmeterschießen auf dem Programm stand, trat auch der Portugiese an. Drücken konnte sich ein Spieler von diesem Format ja auch kaum. Auffällig: Ronaldo schoss gleich als erster Schütze – weil er der nervlichen Belastung dann doch nicht gewachsen ist? Manuel Neuer hatte die Ecke gewittert, parierte den Elfmeter des Portugiesen. Am Ende feierten dann die Bayern, während sich jetzt alle Barca- und Messi-Fans in diversen Fanforen darüber ergötzten, dass ausgerechnet auch CR7 einen wichtigen Strafstoß vergeigt hatte. Hochmut kommt eben vor dem Fall.


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