Von Stephanie Neuberger 0
Gebt ihnen Zeit

Collien Ulmen-Fernandes: Castingstars besser als ihr Ruf

Collien Ulmen-Fernandes ist seit einigen Jahren als Moderatorin beim Musiksender "Viva" im TV zu sehen. Die 30-Jährige weiß daher genau, was im Musikgeschäft passiert. Nun sprach die Moderatorin über Castingstars und bemängelt, dass den Künstlern die Zeit fehlt, sich zu entfalten.


In Deutschland flimmern viele Castingsendungen über den Bildschirm. Besonders gerne werden Gesangstalente gesucht. Und der Markt scheint unerschöpflich zu sein. Jedes Jahr bewerben sich tausende Sänger und Sängerinnen bei "Deutschland sucht den Superstar" oder "X-Factor". Vor wenigen Tagen gesellte sich mit "The Voice of Germany" eine weitere Sendung zu den Castingshows dazu. Auch hier werden talentierte Stimmen gesucht. Egal wie das Konzept der Sendung auch sein mag, das große Ziel ist es, einen Gewinner oder eine Gewinnerin zu präsentieren. Danach passiert häufig dasselbe mit den Siegern. Sie haben einen vielleicht zwei Hits und geraten dann in die Vergessenheit.

Dies hat Collien Ulmen-Fernandes als Moderatorin bei einem Musiksender sicherlich auch schon häufig miterlebt. In einem Interview mit der Seite Promiflash spricht die 30-jährige über die Kandidaten der Castingshows und verteidigt sie. Denn nicht selten werden die Gesangsdarbietungen der Teilnehmer kritisch beäugt. "Ich glaube, man kann gar nicht so pauschal sagen, dass die Castingshow-Stars gut oder schlecht sind. Ich finde, die meisten sind besser als ihr Ruf. Oft wird ja gesagt, die können alle nicht singen, ich denke aber, man kann das gar nicht so pauschalisieren."

Warum der Erfolg von Castingstars oftmals genauso schnell vergeht, wie er gekommen ist, weiß Collien Ulmen-Fernandes auch. Die Moderatorin ist sich sicher, dass den Künstlern gar keine Zeit bleibt, sich zu definieren. Durch die Shows kommt der Erfolg sehr überraschend und nicht selten werden den Siegern, Songs und ein Stil aufgezwungen. "Man geht zu einem Casting und auf einmal steht man auf einer großen Bühne, dann werden einem irgendwelche Klamotten angezogen und Songs vorgelegt. Ich glaube aber, dass die meisten einfach noch mehr Zeit bräuchten, um zu wissen, was ihr eigener Stil ist, wo ihre Stärken liegen, wie sie sich kleiden wollen, was musikalisch zu ihnen passt", so Collien.


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