Von Nils Reschke 0
Torjäger geht

Claudio Pizarro wird Werder Bremen wohl Richtung Bayern verlassen

Werder Bremen ohne Claudio Pizarro? Kaum vorstellbar. Doch mit diesem Gedanken werden sich die Werder-Fans wohl anfreunden müssen. Denn nach Medienberichten wechselt Pizarro im Sommer wieder zu den Bayern nach München.


Eigentlich war die Welt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen am Donnerstag in Ordnung. Die Grün-Weißen vermeldeten nämlich, dass ihr Kapitän Clemens Fritz seinen Vertrag bis 2014 verlängerte und weiterhin an der Weser spielen wird. So weit, so gut. Doch dann kam am Abend der Münchner Merkur um die Ecke und veröffentlichte, dass im Fall Claudio Pizarro offenbar eine Einigung erzielt wurde. Nach Informationen der Zeitung soll der Peruaner ab kommenden Sommer wieder für den FC Bayern München auf Torejagd gehen. Konfrontiert mit diesen Informationen gab sich Pizarro selbst wortkarg: „Zu diesem Thema sage ich nichts.“ Wohl auch deshalb, weil beide Parteien vorerst Stillschweigen vereinbart haben.

Der Grund liegt auf der Hand: Am Samstagnachmittag empfängt Werder Bremen zum ewig jungen Nord-Süd-Schlager den FC Bayern München – mit Claudio Pizarro, aber übrigens ohne Kapitän Clemens Fritz, der wegen seiner zehnten Gelben Karte gesperrt zusehen muss. Um Unruhe im Vorfeld zu vermeiden, soll der Deal erst nach dem Match, vermutlich am Montag, offiziell bekannt gegeben werden. Für Werder Bremen wäre das natürlich ein ganz herber Verlust. Claudio Pizarro, der momentan in einem kleinen Formtief steckt, ist bei den Grün-Weißen unumstritten. Man mag sich gar nicht vorstellen, wo die kriselnden Norddeutschen ohne seine Tore jetzt stehen würden. In der kommenden Saison werden sie wohl ohne den Peruaner auskommen müssen.

Vielleicht verbessert das ja auch die Chancen von Markus Rosenberg, denn auch der Vertrag des Schweden läuft im Sommer aus. Noch haben sich beide Parteien nicht genähert. Geht auch Rosenberg, steht Werder auf einmal ohne Sturm da. Zwar gibt es da noch Marko Arnautovic, der nach Verletzung gegen die Bayern erstmals wieder auflaufen könnte, aber der Österreicher ist kein klassischer Angreifer. Und sonst? Niklas Füllkrug, 19 Jahre jung, steht bereit. Doch er alleine wird es kaum richten können. Auf Manager Klaus Allofs wartet also jede Menge Arbeit. Werder droht, auch in diesem Jahr den internationalen Wettbewerb zu verpassen. Es fehlen dann weitere finanzielle Mittel.


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