Von Nils Reschke 0
Nord-Süd-Gipfel

Claudio Pizarro kehrt zurück: Werder will Bayern stürzen

Sofern sie nicht gerade Fans des FC Bayern München sind, dann darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass ganz Fußball-Deutschland an diesem Samstag Werder Bremen die Daumen drückt. Denn die Bayern gastieren ab 15.30 Uhr im Bremer Weserstadion.


Dem deutschen Rekordmeister winkt beim großen Rivalen aus dem hohen Norden bereits der sechste Sieg im sechsten Spiel. Der Liga droht somit die große Langeweile. Es sei denn, Werder Bremen schafft es dieses Mal, spielerisch zu überzeugen und dabei auch effizient zu agieren. Beides gelang den Hanseaten trotz teilweise sehr schönen Fußballs bisher nicht. Stürzt Werder also die Bayern?

Für einen Akteur ist es ein ganz besonderes Spiel: für Claudio Pizarro, der noch vor dem Match im Weserstadion von seinem alten Verein verabschiedet werden soll. Pizarros Karriere startete einst an der Weser bei Werder, ehe ihn die Bayern verpflichteten. Dann wechselte der Stürmer auf die Insel zum FC Chelsea nach London, eher ihn Bremen zurückholte.

Seit dieser Saison lässt Claudio Pizarro – so scheint es – seine Karriere beim FC Bayern München in aller Ruhe ausklingen. Gerade eben erst feierte der Peruaner seinen 337. Einsatz in der Bundesliga und stellte damit einen neuen Rekord auf. Er ist nun der Ausländer mit den meisten Spielen im Oberhaus des deutschen Fußballs.

Obwohl Pizarro nun schon zum zweiten Mal zum Erzrivalen nach München wechselte, erfreut er sich in der Hansestadt nach wie vor großer Beliebtheit. Werder-Coach Thomas Schaaf etwa drückt das so aus: „Ich würde mich freuen, wenn er spielt, aber wenn er nicht trifft.“ Der Respekt ist groß.

Ein anderer Akteur auf Seiten der Bremer freut sich ebenfalls auf die Bayern: Nils Petersen, den Werder im Sommer vom Rekordmeister ausgeliehen hat. Jetzt kann Petersen zeigen, dass es ein Fehler war, ihn an der Weser zu „parken“. Und nebenbei könnte der ehemalige Spieler von Energie Cottbus die Bundesliga noch ein wenig spannender gestalten.


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