Von Nils Reschke 0
Reykjavik

Christoph Waltz spielt Michail Gorbatschow im Kalten-Krieg-Drama

Für den deutsch-österreichischen Schauspieler Christoph Waltz mag es sicherlich ein gutes Omen sein. Er kehrt in die Filmstudios Babelsberg zurück, wo auch schon „Inglourious Basterds“ gedreht wurde. Jener Film also, der Waltz einen Oscar und den internationalen Durchbruch bescherte.


Der in Wien geborene Schauspieler Christoph Waltz versteht sein Fach, keine Frage. Über Engagements für das Fernsehen und das Theater musste sich der 56-Jährige nie so recht beklagen. Doch mit „Inglourious Basterds“ veränderte sich sein Leben 2009 schlagartig. In der Rolle des SS-Standartenführers Hans Landa brillierte Christoph Waltz und kassierte dafür zahlreiche Auszeichnungen. Der Höhepunkt war wohl der Oscar als „Bester Nebendarsteller“ in dem Film von Quentin Tarantino. Fortan war auch Hollywood auf Christoph Waltz aufmerksam geworden. In seinem neusten Projekt wird Waltz nun niemand geringeres als Michail Gorbatschow verkörpern.

Im März 2013 will Regisseur Mike Newell mit den Dreharbeiten seines Dramas „Reykjavik“ beginnen, das zu Zeiten des Kalten Krieges spielt und das fast schon legendäre Treffen der beiden mächtigsten Männer der Welt 1986 in Island thematisch behandelt. Ronald Reagan und Michail Gorbatschow verhandelten damals hart und einigten sich für die Weltbevölkerung überraschend auf die weitgehende Abschaffung von atomarer Lang- und Mittelstreckenraketen auf neutralem Boden in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Während die Wahl für die Rolle von Gorbatschow auf Christoph Waltz fiel, spielt Michael Douglas den 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan.

Der Brite Mike Newell machte sich als Regisseur zuletzt einen Namen mit dem Blockbuster „Harry Potter und der Feuerkelch“. Richtig bekannt wurde er durch die Komödie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Zu seinen letzten Werken Zählen nach „Mona Lisas Lächeln“ auch „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ und „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“. Da ihm nur 10 Millionen US-Dollar als Budget zur Verfügung stehen sollen, ist dieses Mal eher mit einem Kammerspiel zu rechnen. Gedreht wird übrigens nicht nur auf Island, sondern auch in den Studios in Babelsberg.


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