Von Mark Read 0
"lovestrong" im Test

Christina Perri: Alles, nur kein One-Hit-Wonder

Mit "Jar of Hearts" hat Christina Perri eine Überraschungs-Hitsingle gelandet. Am 27. Januar erscheint "lovestrong", das erste Album der 25-jährigen Newcomerin aus Amerika. Wir haben das Album für Euch unter die Lupe genommen - und sind beeindruckt.


Es ist eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte. Im Juni 2010 kellnerte Christina Perri noch in einem Café in Los Angeles, eine Woche später schoss ihre erste Single "Jar of Hearts" in die US-Charts. Eine Freundin hatte Perris selbst finanzierte Aufnahme der dramatischen Ballade bei einer US-Tanzshow untergebracht, die den Song live im Fernsehen abspielte. Daraufhin wurde "Jar of Hearts" zum Hit - erst in den USA, nun auch in Deutschland, wo die Single mittlerweile in die Top Ten klettern konnte. Am 27. Januar erscheint hierzulande Christina Perris erstes Album "lovestrong", das in ihrer Heimat bereits letztes Jahr herauskam.

Auf ihrem Album stellt die 25-Jährige unter Beweis, dass die wunderschöne Single keine Eintagsfliege war. Perris Musik lebt von Emotionen, ihre Lieder handeln von verflossener oder unglücklicher Liebe. Doch im Gegensatz zu vielen ihrer Pop-Kolleginnen bleibt Perri den textlichen Klischees fern. Man merkt Songs wie "Distance" oder "Arms" an, dass sie von realen Erlebnissen singt und ihre Texte nicht nach dem "Reim-dich-oder-ich-fress-dich"-Schema komponiert hat. Dass die Amerikanerin mit italienischen Wurzeln zudem ein Händchen für wunderbare Melodien hat, die bei aller Dramatik nie ins Kitschige abgleiten, ist umso besser.

"lovestrong" wird so zu einem abwechslungsreichen Album, das den Fans ihrer wunderschönen Single "Jar of Hearts" noch weiteres Material dieser Güteklasse bietet. Doch es fällt auf, dass Perri versucht, sich nicht einschränken zu lassen. In "Bang Bang Bang" haut sie einen kratzbürstigen Rock'n'Roll-Refrain heraus, während "Mine" sich an tanzbaren, fast schon Polka-artigen Rhythmen versucht. Es sind diese Farbtupfer, die "lovestrong" zu einem sehr unterhaltsamen Debüt machen. Von dieser Frau wollen wir in Zukunft gerne noch mehr hören.

Highlights:Bang Bang Bang, Jar of Hearts, Sad Song

Tracklist:

01. Bluebird

02. Arms

03. Bang Bang Bang

04. Distance

05. Jar of Hearts

06. Mine

07. Interlude

08. Penguin

09. Miles

10. The Lonely

11. Sad Song

12. Tragedy


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