Von Mark Read 0
City und United raus

Champions League ohne Manchester: Englands Top-Teams blamieren sich

Der gestrige Mittwoch war ein schwarzer Tag für den englischen Fußball. Mit den beiden Manchester-Klubs City und United schieden die beiden derzeit stärksten Mannschaften von der Insel in der Vorrunde der Champions League aus. Man City nützte da auch ein 2:0-Sieg gegen Bayern München nichts.


In den vergangenen Jahren hatte der englische Fußball international eine Art Vormachstellung genossen. Seit 2004 schafften es acht englische Teams in das Finale der Champions League – 2008 gab es gar ein rein englisches Endspiel zwischen dem FC Chelsea und Manchester United. Überhaupt United: Die Star-Truppe von Sir Alex Ferguson stand dreimal in den letzten vier Jahren im Finale und holte 2009 den Titel. Doch dieses Jahr ist offenbar alles anders.

Denn nur zwei von vier englischen Vertretern überstanden die Vorrunde: Chelsea und der FC Arsenal. Hingegen musste Manchester United sensationell die Segel streichen – nach der überraschenden 1:2-Niederlage beim FC Basel hat Fergusons Team das Weiterkommen verpasst. Und auch Manchester City, die mit Scheich-Millionen verstärkte Wundertruppe, kam nicht über Gruppenplatz drei hinaus. Ein 2:0-Erfolg gegen Bayern München am gestrigen Mittwoch nutzte dem Team des italienischen Trainers Roberto Mancini da auch nichts mehr.

Schlimm genug für die erfolgsverwöhnten Briten, dass gleich zwei ihrer Teams in der Vorrunde ausscheiden müssen, während Mannschaften wie APOEL Nikosia (Zypern) oder der FC Basel das Achtelfinale erreichen. Und dann sind es auch noch die beiden besten Teams der aktuellen Premier-League-Saison. Die Manchester-Teams dominieren in dieser Saison die heimische Liga und rangieren momentan auf Platz eins (City) und zwei (United). Der Tabellendritte Tottenham liegt schon sieben Punkte hinter ManCity zurück.

Doch im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb müssen die beiden Spitzenteams nun zuschauen. Das kann man bei dem Anspruchsdenken, das in Manchester herrscht, durchaus als Katastrophe werten. Zwar dürfen beide als Tabellendritte in ihren Gruppen noch in der Europa League weiterspielen, doch vor allem für die erfolgsverwöhnten United-Spieler muss dies eher wie eine Strafe aussehen.

Die deutsche Bundesliga ist da im Vergleich zur glamourösen Premier League ganz gut durchgekommen. Zwar schied der deutsche Meister Borussia Dortmund sang- und klanglos als Gruppenletzter aus, was durchaus eine Blamage ist. Doch mit Bayern München und Bayer Leverkusen kamen zwei von drei Vertretern weiter. Eine Quote von zwei Dritteln – das kann die Premier League zumindest in dieser Saison nicht bieten.


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