Von Nils Reschke 0
Fußball-Bundesliga

BVB siegt! Aber: Ist die Meisterschaft wirklich schon entschieden?

Jürgen Klopp empfiehlt auch in der Stunde des größten Triumphs, hart weiter an sich zu arbeiten. Und der Dortmunder Übungsleiter tut gut daran. Denn die nächsten zwei Matches haben es für den BVB in sich.


War das jetzt die Entscheidung? Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp jedenfalls, sonst selten um eine Antwort verlegen, war sprachlos. Vier Mal hintereinander den FC Bayern München zu schlagen, wie sich das anfühle? Der BVB-Trainer konnte es selbst nicht glauben. Wahr aber ist: Die Schwarz-Gelben haben 1:0 gewonnen und damit ihren Vorsprung auf die Bayern auf sechs Punkte ausgebaut – bei nur noch vier auszutragenden Spielen und sechs zu vergebenen Punkten. Sicherlich werde man feiern, wenn die Meisterschaft perfekt sei, rang sich Jürgen Klopp dann doch zu einem Statement durch. „Noch ist aber nichts entschieden. Und solange das so ist, werden wir hart weiterarbeiten.“

Harte Arbeit war auch die Partie gegen die Münchner, vor allem im zweiten Durchgang, als es auf einmal der BVB war, der den sprichwörtlichen Bayern-Dusel hatte, als Arjen Robben einen Strafstoß sieben Minuten vor dem Abpfiff in die Arme von Roman Weidenfeller schoss. Und so blieb es beim 1:0, das die Dortmunder jubeln lässt. Noch allerdings ist wirklich nichts entschieden. Denn schon am Samstag, dem 31. Spieltag reist der BVB ins ungeliebte Gelsenkirchen. Und die Schalker werden nichts Besseres vorhaben, als Dortmund eine Niederlage beizufügen und alles daran setzen, dem Erzrivalen die Titelverteidigung doch noch zu vermasseln.

Eine Woche später gastiert dann Borussia Mönchengladbach im Signal-Iduna-Park, die Überraschungsmannschaft der Saison, die zuletzt zwar schwächelte. Als eine der wenigen Teams ist den Fohlen dennoch zuzutrauen, beim BVB zu bestehen. Dortmund ist also noch lange nicht durch. Es braucht in diesen Matches zumindest vier Punkte, dann wäre die erneute Meisterschaft wohl perfekt. Gratulieren wollte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge jedenfalls nach der 0:1-Pleite noch nicht. Weniger, weil er noch an die Münchner glaubt. Vielmehr aus Anstand: „Es gehört sich nicht, solange die Meisterschaft rechnerisch nicht entschieden ist“, meinte Rummenigge nach dem „Gigantentreffen“, wie er selbst die Partie im Vorfeld genannt hatte.

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