Von Nils Reschke 0
Heute Abend

Bundesvision Song Contest: Die Favoriten heißen Xavas

Tim Bendzko hat die Welt mittlerweile gerettet. Nun müssen andere in die Bresche springen. Wer Musik mag und sich gerne entsprechende Shows im Fernsehen anschaut, der weiß, worum es jetzt geht. Zum achten Mal schon bittet Stefan Raab zum Bundesvision Song Contest.


Seine größten Kritiker sprechen bereits von einer „Vermüllung“ mit Raab-Shows. Aber davon lässt sich „König Lustig“ natürlich schwer beeindrucken. Ganz im Gegenteil. Heute Abend geht Stefan Raab nämlich schon wieder auf Sendung. Ab 20.15 Uhr sendet Pro Sieben live aus Berlin, wo dann zum achten Mal bereits der „Bundesvision Song Contest 2012“ startet. Zum dritten Mal also ist die deutsche Hauptstadt Austragungsort des Musikwettstreits, nachdem Tim Bendzko 2011 mit seinem Ohrwurm „Nur noch kurz die Welt retten“ die Nase vorn hatte beim BSC. Bleibt eine spannende Frage im Raum stehen: Welches der 16 Bundesländer kann sich dieses Mal durchsetzen?

Baden-Württemberg ist 2012 mehr als ein Geheimtipp, denn für dieses Bundesland, das bekanntlich alles kann, außer eben Hochdeutsch, tritt das Duo Xavier Naidoo und Rapper Kool Savas an, die gerade erst ihr gemeinsames Album unter dem Projekt „Xavas“ herausgebracht haben und den Song „Schau nicht mehr zurück“ performen werden. Es wird schwer, dieses Duett am Freitagabend in der Max-Schmeling-Halle noch zu toppen – so viel steht schon einmal fest. Vielleicht gelingt es ja den Orsons, die immerhin schon mit Herbert Grönemeyer auf Tour gingen. Denn die Hip-Hop-Band hat sich für den Beitrag des Saarlandes mit Cro tatkräftige Panda-Masken-Unterstützung ins Boot geholt.

Und wer will den Titel ein viertes Mal nach Berlin holen? B-Tight, ein bitterböser Rapper, der mit bitterbösen Zeilen von sich reden machte, als er noch für Aggro Berlin auftrat. Aus Hamburg kommt stattdessen König Boris in die Hauptstadt gereist. Der Frontmann von Fettes Brot ist aktuell auf Solopfaden unterwegs, schrill geschminkt und mit Hut. Ursprünglich sollte der Bundesvision Song Contest, den Stefan Raab 2005 aus der Taufe hob, ja einmal die deutsche Musik retten, denn beim Eurovision Song Contest herrschte Ebbe. Erst dank Raab kam wieder Schwung in die Sache – national wie international. Beim BSC müssen 50 Prozent der Lieder auf deutschsprachig sein: Das ist die Voraussetzung.


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