Von Nils Reschke 0
WM-Qualifikation 2014

Bundestrainer Joachim Löw platzt wegen der Nationalhymne der Kragen

Eigentlich sollte es ja ums Sportliche gehen. Joachim Löw hatte eine Euro analysiert, in der man zu mehr eigenen Chancen gekommen sei und dem Gegner weniger Gelegenheiten gestattet hatte, als das im Vergleich zur WM 2010 der Fall war. So weit, so gut – doch dann begann eine Diskussion, die den Bundestrainer in Rage brachte.


Joachim Löw scheint sich in der Sommerpause bestens erholt und reichlich neue Kräfte aufgetankt zu haben. Jedenfalls präsentiert sich der Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft angriffslustig wie eh und je. Das betrifft seine Personalentscheidungen, aber vor allem seine Kritiker, von denen es bei der Pressekonferenz im Rahmen des ersten Länderspiels nach der EM 2012 einige zu geben scheint. Denn das war ja noch was, das seit der Europameisterschaft noch nicht aufgearbeitet werden konnte: Sollten nicht die Spieler doch besser die Nationalhymne mitsingen, um so ein Signal an den Gegner zu senden?

Löw jedenfalls schien sichtlich irritiert, als diese Fragen dann vor dem Länderspiel gegen Argentinien noch immer akut waren. Und er reagierte sichtlich genervt, ja fast schon zornig: Die Hymne zu singen, sei zwar wunderschön, was „aber noch lange kein Beleg für eine gute Mannschaft und schon gar kein Beweis für die Unlust ist, entsprechend zu kämpfen“, stellte der Bundestrainer unmissverständlich klar. Und an die versammelten Medien gab er dann die Botschaft weiter, dass sich alle Spieler „voll und ganz mit der Mannschaft, dem Trikot und mit Deutschland identifizieren“. Er sei diese Kritik leid, sie würde ihn mittlerweile „ermüden“.

Ein zweiter Vorwurf, der im Raum stand: Die Mannschaft, jeder einzelne Spieler sei zu verwöhnt. Joachim Löw zog diese Anschuldigungen mit seinem Statement schon fast ins Lächerliche. Man solle versichert sein, dass „auch die Spanier einen Koch haben und nicht selber kochen“, machte Löw deutlich. Vielmehr gebe es eben ein Trainerteam und ein Team aus Funktionären, die einen klaren Auftrag haben: eine reibungslose und eine perfekte Organisation bei solch einem Turnier wie der Europameisterschaft. Von verwöhnten Fußballern könne also keine Rede sein.


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