Von Nils Reschke 0
Fußball-Bundesliga

Bundesliga: Mohamed Zidan trifft auf „Papa“ Jürgen Klopp

Zu Trainer Jürgen Klopp verbindet Mohamed Zidan vom FSV Mainz 05 eine ganz besondere Beziehung. Die geht sogar so weit, dass der Stürmer gegen Klopps Team Borussia Dortmund am liebsten das Toreschießen für 90 Minuten einstellen möchte.


Dass Spieler, die gegen ihren alten Verein einen Treffer erzielen, nur dezent bis gar nicht jubeln, aus Respekt, wie sie sagen, ist ja mittlerweile in Mode gekommen. Doch vor dem 24. Spieltag in der Bundesliga nimmt dieses Verhalten ganz neue Dimensionen an. Der 1. FSV Mainz 05 gastiert heute Abend ab 18.30 Uhr beim Deutschen Meister Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park. Und Stürmer Mohamed Zidan wünscht sich gar, dieses Mal erst gar nicht in der Verlegenheit zu kommen, ein Tor zu bejubeln. Der 30-jährige Ägypter hoffe zwar, dass er und seine Kollegen zufrieden die Heimreise antreten werden. Aber er wünsche sich, „dass ich dieses einzige Mal nicht treffen werde“.

Eigentlich ist es doch die Aufgabe eines Angreifers im Fußball, Tore zu erzielen. Am besten am Fließband. Was also bewegt Mohamed Zidan dann zu solch einer Äußerung? Die Gründe sind in seiner besonderen Beziehung zu Dortmunds Coach Jürgen Klopp zu suchen. Der Übungsleiter des BVB darf mit Fug und Recht als Zidans Ziehvater bezeichnet werden, als einer, der immer hinter dem afrikanischen Stürmer stand. Auch dann, als es mal nicht so gut lief. Beim FSV Mainz 05 war Jürgen Klopp lange Zeit Zidans Trainer, bis sich ihre Wege trennten, ehe Klopp den Ägypter in Dortmund wiedertraf.

Im Winter aber ging Mohamed Zidan schweren Herzens weg von seinem väterlichen Freund zurück in seine „Heimat“, dem geliebten Mainz – und schlug ein wie eine Bombe. Der Stürmer traf bislang in jedem der vier Matches nach der Winterpause. Das schaffte in der Geschichte der Bundesliga noch kein anderer Winter-Transfer. Bei Borussia Dortmund freilich wird 05-Coach Thomas Tuchel wieder auf seinen ägyptischen Dribbelstar setzten. Und auch Mohamed Zidan würde sich über einen Sieg freuen, wenn möglich dann aber bitteschön ohne ein eigenes Tor.


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