Von Nils Reschke 0
Bud Spencer

Bud Spencer: Schlagkräftig ist der Schauspieler bis heute

Liegt es nun an seinem großväterlichen Bart oder an seiner bescheidenen Art, die Bud Spencer mit seinen 82 Lenzen an den Tag legt? Wo der ehemalige Haudegen der Kinofilme aus den 70er- und 80er-Jahren auch auftritt, wird er begeistert empfangen. Gerade erschien seine zweite Biografie.


Von einem künstlerisch hohen Wert bei seinen Filmen zu sprechen, wäre sicherlich maßlos übertrieben. Aber darauf war Carlo Pedersoli auch gar nicht aus, der ohnehin nur zufällig in die Filmbranche gelang. Er wollte Kinozuschauer gut unterhalten, wenn er mit Filmpartner Terence Hill in „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ oder auch in „Vier Fäste für ein Halleluja“ die – nun ja – Fäuste sprechen ließ. Alle liebten den Mann, der als Bud Spencer in der 70er- und 80er-Jahren auf der Leinwand Geschichte schrieb mit seinen Western-Streifen, die ins komödiantische Fach abdrifteten. Jetzt veröffentlichte der mittlerweile 82-Jährige seine Biografie.

Genau genommen ist es schon sein zweites Porträt in Buchform, denn im vergangenen Jahr erschien „Bud Spencer. Sein Leben und seine Filme“, während sich der italienische Schauspieler, der als junger Schwimmer sogar schon einmal an den Olympischen Spielen teilgenommen hat, in seinem neuen Werk „In achtzig Jahren um die Welt“ den Fragen seiner Fans widmet. Die durften auf Facebook gestellt werden. „Buddy“ ist also trotz fortgeschrittenen Alters durchaus gewillt, sich den Neuen Medien nicht zu verschließen. Und wo immer er eine Autogrammstunde gibt, da stehen die Fans bis heute geduldig Schlange, um ihrem Idol aus der Kindheit und Jugend einmal die Hand zu schütteln oder eine Signatur zu erstehen.

Dass er es soweit bringen würde, ahnte Bud Spencer schon zu seiner aktiven Zeit als Schauspieler. Da habe er seinem Filmpartner Terence Hill bereits gesagt, durch diese Filme würden sie unweigerlich zu Weltruhm gelangen. Und so kam es dann ja auch. Dabei war Erfolg für Bud Spencer eigentlich immer zweitrangig, so ist es auch bei seinem zweiten Buch. Er habe darauf noch nie großen Wert gelegt, was vielleicht auch dadurch belegt wird, dass für die zweite Biografie keine große Werbung gemacht wurde. Trotzdem schaffte sie es binnen zwei Wochen seit Erscheinen in die Bestsellerliste. Wichtig sei ihm allerdings, dass er den jungen Menschen mitteilen wolle, auf die „Schlaglöcher des Lebens“ aufzupassen. Das ist seine Botschaft, die er dank seiner Popularität durch die Welt schickt.


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