Von Nils Reschke 0
Olympische Spiele 2012

Britta Steffen, Fabian Hambüchen und Co.: Das sind Deutschlands Gold-Hoffnungen

Go for Gold! Die deutschen Athleten wollen es wissen, wenn heute Abend die Olympischen Sommerspiele in London eröffnet werden. Medaillen-Hoffnungen gibt es reichlich, wir stellen die Sportler vor, die es packen können.


Heute Abend geht es endlich auch offiziell los, nachdem die Fußballer ja schon gegen den Ball getreten haben. Die 30. Olympischen Sommerspiele werden in London eröffnet. Und natürlich sind auch die deutschen Athleten mit dabei. Welche Sportler aber haben die besten Aussichten auf eine Olympische Medaille? Angesichts des riesigen Angebots an Sportarten und Wettbewerben kann man da schon einmal schnell die Übersicht verlieren. Aber nicht bei Promipool.de. Wir stellten euch die deutschen Hoffnungen vor, bei denen es möglicherweise sogar zu einer Goldmedaille reichen könnte. In diesem Sinne: Go for Gold!

Als eine der ersten Sportlerinnen muss an dieser Stelle natürlich die Schwimmerin Britta Steffen genannt werden, die bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Peking so etwas wie der deutsche Superstar war. Während nämlich die deutschen Schwimmer im Allgemeinen buchstäblich „absoffen“ und maßlos in China enttäuschten, rettete Britta Steffen die Ehre ihrer Sportart und holte Gold über 50 und 100 Meter Freistil. Zuletzt lief es – wie bei der WM 2011 in Shanghai – zwar überhaupt nicht gut für Britta Steffen, doch in London kann die deutsche Schwimmerin beweisen, dass sie von ihrer Klasse noch nichts eingebüßt hat.

Eine der klassischen Disziplinen bei jeden Olympischen Spielen sind traditionell die Wettbewerbe in der Leichtathletik. Auch hier hat das deutsche Team das eine oder andere As im Ärmel. Wie beispielsweise Betty Heidler. Die hält immerhin mit 79,42 Metern den Weltrekord der Damen im Hammerwurf. Vor zwei Jahren wurde Betty Heidler in Barcelona Europameisterin, 2007 gewann sie den Weltmeistertitel. Bei allen Erfolgen: Bei Olympischen Spielen lief es 2008 in Peking gar nicht gut. Nach zwei ungültigen Versuchen flatterten bei Betty Heidler die Nerven, am Ende sprang nur der neunte Platz heraus. Es gilt also, einiges gut zu machen in London.

Das Turnen war lange Zeit in Deutschland braches Land. Das änderte sich, als ein gewisser Fabian Hambüchen mit gerade einmal 16 Jahren seinen großen Auftritt bei den Olympischen Spielen in Griechenland hatte. In Athen begeisterte der „Turn-Floh“ die Fans des Turnens. Sein Paradegerät ist das Reck, an dem er spektakuläre Flugeinlagen präsentiert. Schon 2008 wollte Hambüchen unbedingt Gold – doch der Druck war zu groß. Er schaffte „nur“ Bronze. Bei seinen dritten Olympischen Spielen soll es in London am Reck endlich mit einer goldenen Medaille klappen für den mittlerweile 24-jährigen Turner aus Wetzlar. Auch ihm drücken wir natürlich die Daumen.

Robert Hartings Disziplin ist eine, die schon in der Antike bei Olympischen Spielen Tradition hatte: das Diskuswerfen. Der 27-jährige Vorzeigeathlet aus der deutschen Hauptstadt ist Welt- und Europameister geworden. Und kurz vor London scheint er genau auf dem Punkt seine Topform gefunden zu haben. Mit 70,66 Metern verbesserte er seine persönliche Topleistung. Die Erinnerungen an Peking 2008 sind eher durchwachsen: Harting wurde den eigenen Erwartungen damals nicht gerecht und verpasste als Vierter eine Medaille. In der englischen Hauptstadt will er es dieses Mal wissen. Und klappt es mit Gold, wissen wir auch schon, was da auf uns zukommen könnte als Zuschauer: Gerne nämlich zerreißt Robert Harting auch schon mal sein Trikot nach glanzvollen Leistungen.

Keine Olympischen Spiele ohne die Mannschaftswettbewerbe. Doch ausgerechnet 2012 in London müssen deutsche Olympia-Fans ganz tapfer sein: Keine Fußballer, keine Handballer und auch keine Basketballer vertreten unsere Farben. Alle verpassten die Qualifikation für die Spiele. Gut also, dass es noch das Hockey gibt. Und da sind die Herren einer der ganz großen Favoriten. Der erfahrenste Mann und Gold-Garant ist dabei der Trainer: Markus Weise holte als Bundestrainer der Damen 2004 schon die Goldmedaille, ehe er vier Jahre später dann die Männer zum Triumph führte. Auch 2012 in London riecht es wieder nach Gold für den Titelverteidiger.


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