Von Nils Reschke 0
Formel 1

Boss von Ferrari gibt keine Ruhe: „Schumi“ und Ecclestone im Kreuzfeuer

Mittlerweile ist es ja schon einige Tage her, dass sich Sebastian Vettel als alter und neuer Weltmeister in der Formel 1 feiern lassen darf. Aber noch immer gibt der größte Konkurrent, Rennstall Ferrari keine Ruhe.


Zunächst meldete sich von der Armada der schlechten Verlierer Vize-Champion Fernando Alonso zu Wort, dem in der Endabrechnung nur drei Punkte zum Titel gefehlt hatten: „Es war richtig, dass sich Ferrari beim Weltverband für eine Klärung des Manövers von Vettel eingesetzt hat“, meinte der Spanier und ehemalige Weltmeister. „Ehrlich gesagt, interessiert es mich nicht sehr viel, welche Meinung sie in Deutschland oder anderswo über mich haben.“

Solche Aussagen sind aber noch harmlos im Vergleich zu jenen, die jetzt der Präsident von Ferrari, Luca di Montezemolo, vom Stapel ließ. Er attackierte nicht nur Formel-1-Legende Michael Schumacher, sondern auch Bernie Ecclestone, dem Boss der Formel 1, der sich kritisch über die Protest-Gedanken und einem Beschwerdebrief von Ferrari an die FIA geäußert hatte. Montezemolo: „Mein Vater hat mich immer gelehrt, Respekt vor sehr alten Menschen zu haben. Vor allem, wenn sie ihre Worte nicht mehr kontrollieren können. Das Alter ist mit gewissen Ämtern und Verantwortungen leider oft unverträglich.“ Das ist nun wahrlich respektlos. Von guter Erziehung bleibt da nichts mehr übrig.

Aber auch Michael Schumacher, selbst jahrelang ein Erfolgsgarant für Ferrari, bekam sein Fett weg.

Er habe von Michael ein anderes letztes Rennen erwartet, gab Luca di Montezemolo zu Protokoll. „Es handelt sich ja um einen Piloten, der Ferrari außergewöhnliche Momente geschenkt hat und dem wir sehr verbunden sind.“ Damit spielte der Ferrari-Boss natürlich auf ein Überholmanöver von Sebastian Vettel an, der an „Schumi“ vorbei auf den sechsten Rang gezogen war. Am Ende gab sich Montezemolo wenigstens dann etwas milder: Die FIA habe auf die Beschwerde geantwortet, dass alles korrekt verlaufen sei. „Für uns ist die Sache damit auch abgeschlossen.“ Na hoffentlich!


Teilen:
Geh auf die Seite von: