Von Nils Reschke 0
Fußball-Bundesliga

Borussia Dortmunds Derbysieg demoralisiert den FC Bayern München

Der BVB hatte sich auf bei seinem größten Rivalen „auf Schalke“ keine Blöße gegeben. 2:1 gewann Dortmund in Gelsenkirchen und demoralisierte damit scheinbar auch die Bayern, die im Abendspiel gegen Mainz 05 patzten und nicht über ein 0:0 hinauskamen.


Was war das für eine Woche für Borussia Dortmund, Jürgen Klopp und alle Fans der Schwarz-Gelben? Oder solle man besser sagen: der Schwarz-Goldenen? Denn innerhalb von nur vier Tagen vergoldete der BVB mit Triumphen gegen die größten Rivalen seine ohnehin schon hervorragende Bilanz. Die Meisterschaft ist den Dortmundern mit jetzt schon so gut wie nicht mehr zu nehmen, weil die Bayern in der heimischen Allianz-Arena patzten und gegen den 1. FSV Mainz 05 nicht über ein mageres 0:0 hinauskamen. Acht Punkte Vorsprung sind es somit nun für die Borussia aus Dortmund. Bereits am kommenden Wochenende, am 21. April, kann jetzt die Entscheidung fallen. Mit einem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach ist die Mannschaft von Jürgen Klopp wieder Deutscher Meister.

Der Weg dorthin war ein hartes Stück Arbeit und nichts für schwache Nerven. Erst der 1:0-Triumph gegen den FC Bayern München, für den Arjen Robben kurz vor Schluss einen Strafstoß in die Arme von Roman Weidenfeller schoss. Dann der 2:1-Sieg im prestigeträchtigen Derby beim FC Schalke 04, wo der BVB aber einen frühen 0:1-Rückstand durch den Treffer von Jefferson Farfan hinterherlaufen musste. Lukas Piszczek glich mit einem tollen Tor postwendend aus „auf Schalke“, der eingewechselte Kapitän Sebastian Kehl machte dann nach dem Seitenwechsel mit seinem Siegtreffer alles klar für den BVB und vollendete die fantastische Woche, in der schließlich Mainz mit dem erkämpften 0:0 in München noch das Sahnehäubchen auf die Dortmunder Meistertorte lieferte.

Bayerns Trainer Jupp Heynckes meinte hinterher, dass „ein Sieg verdient“ gewesen wäre gegen die Mainzer, doch so recht mochte man dem nicht zustimmen. Denn was der FC Bayern da 90 Minuten lang geboten hatte, war über weite Strecken sehr emotionslos. Als hätte der BVB-Sieg am Nachmittag den Münchnern die letzte Spielfreude geraubt. Die Hausherren waren rein statistisch betrachtet, das eindeutig bessere Team, das aber eben auch keine Mittel fand, die sichere Mainzer Hintermannschaft zu durchbrechen. Derweil gratulierte Schalkes Coach Huub Stevens dem großen Rivalen aus Dortmund schon einmal brav: „Wir haben mit dem letztjährigen und neuen Meister auf der gleichen Ebene gespielt. Die Dortmunder sind aber gieriger und zwingender gewesen.“ Gierig auf die Schale, die ihnen nun kaum noch zu nehmen ist.

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