Von Nils Reschke 0
Champions League in Donezk

Borussia Dortmund steht vor einer schweren Aufgabe in der Ukraine

Nach Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam in der Gruppenphase heißt der erste Gegner von Borussia Dortmund in der K.-o.-Phase der Champions League heute Abend Schachtar Donezk.


Wie stark der Hamburger SV in der Lage ist aufzutrumpfen, davon musste sich Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende im Signal-Iduna-Park selbst überzeugen. Mit 1:4 kam der deutsche Meister gegen die Hanseaten unter die Räder. Und jetzt haben die Fans der Schwarz-Gelben natürlich große Sorgen, dass es heute Abend in der Ukraine ähnlich schieflaufen könnte. Denn ab 20.45 Uhr gastiert der BVB im Hinspiel des Achtelfinales in der Champions League in der Donbass Arena bei Schachtar Donezk. Die Ukraine sind vor allem eines: ein unbequemer Gegner. In ihrer Gruppe E sorgten sie mit dafür, dass mit dem FC Chelsea erstmals überhaupt in der Geschichte der europäischen Königsklasse der Titelverteidiger schon nach der Gruppenphase die Segel streichen musste.

Titelverteidiger sind die Dortmunder zwar nicht, werden aber immer häufiger nach der imponierenden Vorstellung in der Gruppenphase gegen Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam als Geheimfavorit auf den großen Henkelcup genannt. Ganz so einig scheint man sich im Lager der Schwarz-Gelben allerdings noch nicht zu sein, wie man mit diesen Schmeicheleien umgehen soll. Trainer Jürgen Klopp schwört jedenfalls seine Mannen auf das Match ein, wenn er sagt, man habe „in diesem Wettbewerb ganz, ganz Großes vor“. Sein Torwart Roman Weidenfeller will vom Status des Geheimfavoriten indes rein gar nichts wissen: „Das ist absoluter Quatsch!“ Und Kapitän Sebastian Kehl sieht seine Zeit davoneilen: „Ich habe nicht mehr viele Möglichkeiten, Großes zu gewinnen. Heute wollen wir damit anfangen.“

Für Sebastian Kehl sowie für Julian Schieber ist der Auftritt heute Abend in der Donbass Arena ein ganz besonderer, denn beide haben Geburtstag. Kehl wird 33, Schieber 24. Doch an eine Party denken beide aktuell weniger. Alle im Kader sind fokussiert darauf, im Hinspiel dieses Achtelfinales ein gutes Resultat hinzulegen, um dann beim Rückspiel in Dortmund ins Viertelfinale der Champions League zu stürmen. „Wir sind hierher gefahren, um ein unangenehmer Gegner zu sein“, meint Coach Jürgen Klopp und weiß, dass er sich bislang auf seine Truppe in der Auswärtsbegegnungen der Champions League verlassen konnte: Bei Manchester City spielte man höchst unglücklich 1:1, bei Real Madrid war der BVB dem Sieg beim 2:2 ebenfalls näher. Und in Amsterdam zerlegte Dortmund Ajax mit 4:1. Die Aussichten scheinen also so schlecht nicht zu stehen.


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