Von Nils Reschke 0
Fußball-Bundesliga

Borussia Dortmund kontert Münchner Sticheleien mit einem 6:1-Triumph in Köln

Meisterlich präsentierte sich nicht nur Shinji Kagawa bei der 6:1-Gala der Dortmunder in Köln. Der Japaner erzielte zwei der sechs Tore für die Mannschaft von Jürgen Klopp, die so den Bayern eine lange Nase zeigten und sich ihren Vorsprung von fünf Punkten wiedererkämpften.


Der FC Bayern München läuft wieder zur Bestform auf. Das betrifft allerdings nicht einzig und allein die Leistungen auf dem Platz, wo der deutsche Rekordmeister am 27. Spieltag in der Bundesliga einen 2:1-Sieg gegen Hannover 96 vorgelegt und den Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund zwischenzeitlich auf zwei Punkte verkürzt hatte. In der bayrischen Landeshauptstadt rieb man sich wohl schon genüsslich die Hände, als es am Sonntagabend auf einmal sogar 1:0 für den 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion stand. Die Sticheleien und Giftpfeile schienen Wirkung gezeigt zu haben. Aber weit gefehlt, meine Herren Nerlinger und Hoeneß!

Denn Borussia Dortmund schlug zurück – und wie! Endstand 6:1, die Kölner wurden vom Deutschen Meister in alle Einzelteile zerlegt, der alte Vorsprung von fünf Zählern war wieder hergestellt. Der BVB hatte nach 90 Minuten und dem abgeschlossenen 27. Spieltag gut lachen. Das Lachen freilich blieb den Bayern-Verantwortlichen hingegen im Hals stecken. „Wir haben das Spiel gegen Fürth auch gesehen“, hatte FCB-Manager Christian Nerlinger die 27. Runde am Freitag bissig eingeleitet. „Und wenn man dann so sieht, was danach abgelaufen ist, kann man das als hochsympathisch bezeichnen“, stichelte er gegen den BVB und meinte damit natürlich die verbale Entgleisung von Kevin Großkreutz.

Karl-Heinz Rummenigge gab zeitgleich zu Protokoll: Der Respekt der Gegner vor dem FC Bayern sei zurückgekehrt. Das mag so stimmen, nur vergisst Rummenigge, dass Borussia Dortmund wahrlich nie hatte Respekt vermissen lassen. Man konzentriert sich auf seine Aufgaben, man lässt sich auch durch ein 0:0 in Augsburg oder ein mageres 1:0 gegen Werder Bremen nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht durch einen 0:1-Rückstand in Köln. Wenn es eine passende Antwort gab, dann war es die, die der BVB im Rheinland abgeliefert hatte. Und Bayern München läuft weiter hinterher  und wird gewiss nicht müde, sich selbst stark zu reden.


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