Von Nils Reschke 0
DFB-Pokal-Finale

Borussia Dortmund kann Historisches schaffen

Wenn der Meister auf den Vizemeister trifft, kann man sicher gewiss kaum eine bessere Paarung für das diesjährige Endspiel um den DFB-Pokal wünschen. Nur die Vorzeichen haben sich ein wenig geändert. Denn der FC Bayern München ist dieses Mal nur der Herausforderer, Borussia Dortmund als Meister der Favorit.


Ganz Fußball-Deutschland schaut heute gespannt nach Berlin, wo im DFB-Pokal heute Abend das Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund ausgetragen wird. Mehr geht nun wirklich nicht auf nationaler Ebene. Auf der einen Seite der deutsche Rekordmeister und auch Rekordpokalsieger aus der bayerischen Landeshauptstadt, auf der anderen Seite der aktuelle Meister aus dem Ruhrgebiet, der den Bayern nun schon zum zweiten Mal die Schale vor der Nase wegschnappte. Doch das soll dem FCB mit dem DFB-Pokal nicht auch noch passieren, wenn Schiedsrichter Peter Gagelmann aus Bremen die Partie heute Abend um 20 Uhr anpfeift.

Pünktlich zum Endspiel können beide Trainer ihren nahezu besten Kader nominieren, was die Angelegenheit noch einmal doppelt spannend macht. Jürgen Klopp muss nur auf Julian Koch und Patrick Owomoyela verzichten, die während der Saison aber ohnehin keine große Rolle gespielt haben. Jupp Heynckes fehlen Breno und Daniel van Buyten. Das war es aber schon. Wir dürfen uns deswegen auf Fußballkost vom Feinsten freuen in diesem Endspiel um den DFB-Pokal, den die Bayern schon 15. Mal gewannen, zuletzt 2010, davor 2008, als man Borussia Dortmund im Endspiel in der Verlängerung 2:1 besiegte.

Für den BVB wäre es unterdessen der erst dritte Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte. Das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg haben die Schwarz-Gelben noch nie geholt – sie könnten also heute Abend mit dieser Mannschaft Geschichte schreiben. 1989 gewannen die Borussen zum letzten Mal in Berlin. Damals ging man als Außenseiter gegen Werder Bremen ins Rennen, lag auch tatsächlich früh mit 0:1 im Hintertreffen, drehte dann aber den Spieß um und siegte mehr als deutlich 4:1. Einer der Pokalhelden damals war Norbert Dickel mit zwei Treffern, der heutige Stadionsprecher im Signal-Iduna-Park.


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