Von Nils Reschke 0
BVB strauchelt weiter

Borussia Dortmund hechelt Bayern hinterher: In der Abwehr wenig meisterlich

Der deutsche Meister aus Dortmund steht nach zwei Titeln in Serie auch in der dritten Saison, in der die Schale verteidigt werden soll, für reichlich Spektakel. Fünf Treffer erzielte der BVB in seinen jüngsten zwei Auswärtsspielen in Hamburg und Frankfurt. Allerdings hat dieser Offensivgeist auch einen Makel: Denn Borussia Dortmund kassiert zu viele Gegentore.


Sechs Gegentreffer an der Zahl kassierte Borussia Dortmund beim HSV und bei der Frankfurter Eintracht in der Summe. Dadurch riss zunächst nach dem 2:3 in der Imtech-Arena die eindrucksvolle Dortmunder Serie von 31 Spielen ohne Niederlage ausgerechnet gegen die Rothosen, die ihren eigenen Rekord von 36 Partien damit erfolgreich verteidigten und nebenbei den ersten Sieg in der Saison 2012/13 einfuhren. Und unterm Strich sprang in diesen beiden Begegnungen auch nur ein Punkt für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp heraus. Zu wenig, denn der FC Bayern München marschierte gegen Wolfsburg zum fünften Sieg in Serie und hat nun schon sieben Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund.

Es war ein irres Spiel am Dienstagabend in der Commerzbank-Arena, das sich da Eintracht Frankfurt und der BVB lieferten. Dortmund – so hatte es den Anschein – war bemüht, die 2:3-Schmach in Hamburg, bei der 16 Großchancen nicht zu einem Remis, geschweige denn zu einem Sieg reichten, schnell auszumerzen. Gegen den Aufsteiger, der bislang alle vier Matches gewonnen hatte, führte die Borussia also zur Pause durch einen Doppelschlag von Lukasz Piszczek und Marco Reus in der 24. und 28. Minute mit 2:0. Alles deutete auf einen Sieg der Schwarz-Gelben hin, ehe die im zweiten Durchgang die Ordnung verloren. Eintracht Frankfurt schlug im Stile einer Klassemannschaft eiskalt zurück.

Stefan Aigner und Takashi Inui benötigten nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff, prompt stand es auch schon 2:2. Doch der BVB blieb hellwach vorne, so dass Mario Götze einen Patzer der Frankfurter in der Defensive eiskalt zum 3:2 nutzte. So antwortet eben ein echter Champion. Wenig meisterlich hingegen agierten die Klopp-Männer weiter in der Deckung. Also machte Anderson, dem zuvor noch der krasse Fehler unterlaufen war, per Kopfball seinen Lapsus wett und traf zum 3:3-Endstand in einer tollen Partie, die sehr an Dortmunds 4:4 in der vergangenen Saison gegen den VfB Stuttgart erinnerte. „Es war viel spektakulärer als wir wollten“, ärgerte sich Jürgen Klopp hinterher über zwei weitere verschenkte Punkte.


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