Von Nils Reschke 0
DFB-Pokal

Blamagen vorprogrammiert: Wo riecht es nach Überraschungen im DFB Pokal?

Ihr müsst kein großer Fußballfan zu sein, um diese Weisheit zu kennen: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und die treten regelmäßig außer Kraft. Will heißen: Im DFB-Pokal blamieren sich die Herren Profi-Fußballer immer wieder und regelmäßig nach besten Kräften. Promipool.de hat sich umgeschaut und verrät euch, wo es nach einer Sensation riecht.


Stadion an der Hammer Straße:

Preußen Münster – Werder Bremen

35 Grad werden erwartet in der „Sauna“ des altehrwürdigen Preußenstadions. Die Verantwortlichen in der Domstadt tun alles, um den Fans die Anreise und auch den Aufenthalt im Münsteraner Stadion so angenehm wie möglich zu gestalten. Auf dem grünen Rasen erwartet den Bundesligisten aus Bremen der sprichwörtlich heiße Kampf. Denn die Preußen sind mehr als ordentlich in die dritte Liga gestartet. Mit drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage haben sich die Adlerträger auf Rang vier platziert. Preußen ist im Rhythmus, für Bremen ist es das erste Pflichtspiel. Die Mannschaft von Thomas Schaaf überzeugte zwar in ihren Testspielen in der Offensive, ließ aber – wieder einmal – auch sehr viele Gegentore zu. Und Münster kann kämpfen. Gegen Wehen Wiesbaden machte man in den letzten drei Minuten aus einem 0:2 noch ein 2:2. Gegen Hansa Rostock drehten die Preußen gar ein 0:2 noch in einen 5:2-Erfolg. Wenn das mal nicht die Zutaten für einen grandiosen Pokalnachmittag in der Studentenstadt sind. Anpfiff: Sonntag, 16 Uhr.

Karlsruher Wildparkstadion:

KSC – Hamburger SV

Bereits zwei Stunden zuvor ist Bremens großer Nordrivale, der Hamburger SV, weiter südlich in Baden im Einsatz. Dort scharrt schon der Karlsruher SC bedrohlich mit den Hufen. Der Verein wurde vor allem durch seinen extrovertierten Coach Winnie Schäfer und den grandiosen Auftritten im Europapokal Anfang und Mitte der 90er Jahre bekannt. Mittlerweile herrscht im Wildpark eher Tristesse, wurden die Karlsruher doch gerade eben erst in die dritte Liga durchgereicht. Deswegen brennt auch jeder auf dieses Match – und einer wohl noch ein bisschen mehr. Hakan Calhanoglu ist erst 18 Jahre jung, so etwas wie der Star im Team – und wird in der kommenden Saison ausgerechnet Hamburger. Gerade eben erst unterschrieb der Deutsch-Türke einen Vertrag beim HSV, wurde aber direkt wieder an den KSC ausgeliehen. Eine brisante Mischung also, die nur danach ruft, eine ganz besondere Geschichte im Pokal zu schreiben. Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr.

Sportpark Unterhaching:

SpVgg. Unterhaching – 1. FC Köln

Die Hachinger grüßen nach dem fünften Spieltag in der dritten Liga von der Tabellenspitze. Alleine diese Umstand sollte Warnung genug sein für die Rheinländer. Und obwohl die Spielvereinigung nicht gerade als Pokalschreck bekannt ist, hoffen die Fans doch auf eine Überraschung. Denn Köln taugte in den vergangenen Jahren immer wieder für das Prädikat „Deppen der Nation“. So wie in der Saison 1995/96, als man beim Oberligisten Spielvereinigung Beckum im Elfmeterschießen bereits in der ersten Runde ausschied. Oder in der Saison 200/01: Beim damaligen Oberligisten 1. FC Magdeburg setzte es gar eine 2:5-Klatsche für die Rheinländer, die sich zuletzt 2010/11 den Zorn der eigenen Fans einhandelten: Da verlor der FC gegen Underdog Duisburg mit 1:2, verpasste so das Viertelfinale. In Unterhaching droht das nächste Aus. Anpfiff: heute, 15.30 Uhr.

Darüber hinaus warten noch einige weitere Spiele, die zur Überraschung taugen. Wie etwa stellt sich Drittligist Alemannia Aachen gegen den großen Nachbarn von Borussia Mönchengladbach heute um 15.30 Uhr an? Was passiert heute Abend auf dem legendären Bieberer Berg, wo die Kickers aus Offenbach um 20.30 Uhr Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth erwarten? Und wie schlagen sich die Jungs des Ex-Schalkers Jürgen Luginger? Der 1. FC Saarbrücken empfängt am Sonntag ab 16 Uhr den FC Schalke 04. Da steckt einige Brisanz drin. Freuen wir uns drauf und üben schon einmal fleißig unsere Lieblingsphrase: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!


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