Von Nils Reschke 0
Abschiedsspiel

Birgit Prinz verabschiedet sich von der großen Fußball-Bühne

Es gibt nichts, was Birgit Prinz nicht gewonnen hätte. Oder etwa doch? Die Goldmedaille bei Olympischen Spielen war ihr nie vergönnt. Aber das kann ihre Leistungen und Erfolge natürlich nicht schmälern. Eine der besten Fußballerinnen der Welt feiert am Dienstag in Frankfurt ihren großen Abschied.


Als ihre Karriere startete, war sie – diese Wortspielerei muss erlaubt sein – die Prinzessin des deutschen Frauenfußballs. Doch schnell wurde aus Birgit Prinz eine, die alles gewann, was man sich im Weltfußball nur erträumen konnte. Machen wir es möglichst kurz: Birgit Prinz gewann fünf Europa- und zwei Weltmeisterschaften. Sie wurde neun Mal Deuter Meister, zehn Mal Pokalsiegerin mit ihren Vereinsmannschaften, gewann mit dem 1. FFC Frankfurt auch noch drei Mal den UEFA-Cup der Frauen. Von 2003 bis 2005 sowie von 2007 bis 2010 wurde Birgit Prinz außerdem zur Weltfußballerin des Jahres gekürt. Muss man da noch viel mehr sagen?

Vielleicht schlicht und einfach „Danke“. Und das sagen am Dienstagabend ab 18 Uhr im Volkswagen-Stadion dann viele ihrer Weggefährtinnen, wenn die deutsche Nationalmannschaft auf den 1. FFC Frankfurt trifft, um Birgt Prinz und ihre Verdienste ein würdiges Abschiedsspiel zu verleihen. Viele schnüren ihretwegen noch einmal die Fußballschuhe, die sie eigentlich schon an den Nagel gehängt hatten, so wie es Prinz jetzt endgültig macht. Steffi Jones beispielsweise, die zugibt, „drei tage Muskelkater“ gehabt zu haben, als sie sich auf dieses Match vorbereitete. Denn wer will sich schon im Abschiedsspiel einer so großen Fußballerin, wie Birgit Prinz sie war, blamieren?

Auch die heutige Managerin des DFB, Doris Fitschen, kickt mit, ebenfalls Hege Riise, die in ihrem Heimatland Norwegen wie Birgit Prinz bei uns eine Ikone ist. „Alle kommen“, ist Birgit Prinz erstaunt und erfreut zugleich. Eigentlich mag sie keinen großen Rummel um ihre Person, aber das wird sie am Dienstagabend dann kaum zu verhindern wissen. „Ich werde es schon überstehen“, schmunzelt Prinz und ergänzt ganz schnell: „Das wird sicher ein großer Spaß.“ Spaßiger jedenfalls als die WM 2011 im eigenen Land, die eigentlich der Höhepunkt ihrer Karriere werden sollte und dann ein großer sportlicher Reinfall war. Aber das ist abgehakt. Heute heißt es: Bye, bye, Birgit!


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