Von Stephanie Neuberger 0
Ein Filmtrend in Hollywood

Biopics: Naomi Watts als Lady Di und Natalie Portman als Jacky Kennedy

Wenn ein Film im Kino erfolgreich ist, dann folgen gleich mehrere aus dem Genre. Jetzt werden Biopics immer beliebter. Angekurbelt hat dies sicherlich der Erfolg von "My Week with Marilyn" und plötzlich wird das Leben anderen berühmten Frauen ebenfalls verfilmt.


Habe nur ich den Eindruck oder stehen Biopics gerade ganz hoch im Kurs? Natürlich gab es schon immer Filme über das Leben einer berühmten Person, aber mir schwant als würde sich die Zahl dieser Filme häufen. Vielleicht liegt es am Erfolg von „My Week with Marilyn“ mit Michelle Williams. Nicht nur der Film wurde von den Kritikern gelobt, sondern auch Michelle als Marilyn. Die Schauspielerin wurde sogar mit Preisen ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. Wie meist im Showbusiness ziehen etliche nach, wenn ein Konzept funktioniert. Man denke einmal an Castingsendung. Wenn der Stein beziehungsweise Euro rollt, dann machen es andere nach. Allerdings gilt auch dabei, dass der Markt irgendwann übersättigt ist. Ich vermute stark, dass die biografischen Filme gerade jetzt gemacht werden, weil einer ihrer Art unlängst erfolgreich war. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Biopic eine Lawine lostritt. Nachdem Marion Cotillard für ihre Darstellung der Edith Piaf in „La vie en rose“ den Oscar bekam, folgten über ein Jahr später weitere Biopics -die große Zeitspanne erklärt sich verständlicherweise damit, dass es ein Drehbuch bedarf, Schauspieler, Produzenten...und natürlich die Drehzeit und Nachbearbeitung. So verkörperte 2009 zum Beispiel Jessica Schwarz Romy Schneider. Auch mit Yvonne Catterfeld war im gleichen Jahr ein Film über Romy geplant, der aber an finanziellen Mitteln scheiterte. Ebenfalls 2009 kamen gleich zwei biografische Filme über Coco Chanel ins Kino.

Dieses Phänomen scheint sich nun zu wiederholen. Nachdem Marilyn Monroe erfolgreich abgearbeitet wurde, widmen sich die Filmemacher anderen großartigen Frauen. Derzeit wird ein Film über die verstorbene Prinzessin Diana gedreht. Naomi Watts spielt die Hauptrolle. Die Bilder vom Set lassen mich Erstaunen. Denn die Schauspielerin sieht der Königin der Herzen unheimlich ähnlich und die Macher geben sich sehr viel Mühe bei der Kulisse und den Kostümen. Die Kleider, die Naomi trägt, könnten die von Diana sein. Äußerlich wirkt der Film auf mich sehr authentisch. Ob er es auch ist, bleibt abzuwarten. Bei biografischen Filmen müssen sich die Darsteller immer mit dem Original messen. Dem gerecht zu werden, ist schwierig.

Gerade wird über eine weitere Verfilmung über das Leben einer berühmten Frau spekuliert. Angeblich soll Natalie Portman in die Rolle der Jacky Kennedy schlüpfen. Offiziell ist dies aber noch nicht bestätigt. Ob ich mir die Schauspielerin als First Lady vorstellen kann, weiß ich noch nicht. Unlängst spielte Katie Holmes für eine Miniserie Mrs. Kennedy. Rein äußerlich war sie eine gute Wahl wie ich finde.

Auch der Hype um Biografien wird vermutlich abklingen und bald durch einen neuen ersetzt werden. Denn nichts bleibt wie es ist im Showbusiness.


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