Von Nils Reschke 0
Pelz und Leder

Beyonce verscherzt es sich mit ihren Outfits mit der PETA

Wenn in der Vereinigten Staaten der Super Bowl, das Finale um den Titel in der NFL, ausgetragen wird, dann werden selbst die sonst größten Sportmuffel zum Fan. Zumindest inkognito. Denn worauf sie es tatsächlich abgesehen haben, ist natürlich die spektakuläre Halbzeit-Show beim Super Bowl.


In diesem Jahr hatte Sängerin Beyonce die große Ehre, die Halbzeit-Show beim Super Bowl zu bestreiten. Es war ein Auftritt, bei dem sich die Meinungen teilten. Die einen fanden ihn grandios, andere konnte das Gehüpfe – von Gesang kann an dieser Stelle kaum gesprochen werden – nicht ertragen. Doch der Auftritt als solcher ist nicht die einzige Debatte, die gerade heiß geführt wird. Der eigentliche Skandal: Für ihr – zugegeben – sexy knappes Kostüm mussten Tiere leiden.

Das Outfit, das Beyonce bei der Halbzeit-Show trug, ist nämlich aus Leguan- und Python-Leder angefertigt. Da fragt man sich natürlich allen ernstes, ob Madame Diva eigentlich kein Stück vorausdenken kann? Vom eigenen Gewissen einmal ganz abgesehen. Es war doch klar, dass dies herauskommen würde.

Und die Schelte der Tierschutzvereinigung PETA ließ auch nicht lange auf sich warten: „Wir wetten darauf, dass Beyoncé nie wieder ein Kleidungsstück aus Schlangen, Echsen, Hasen oder anderen Tieren tragen würde, die schmerzvoll starben, wenn sie nur einmal unsere Aufklärungsvideos sehen würde“, meinte ein Pressesprecher im Interview mit der New York Daily News.

Der Sprecher wetterte weiter. Die Mode heutzutage bewege sich immer mehr in Richtung menschlicher, veganer Optionen. „Und Beyonces Outfit hat diesen Trend völlig verfehlt.“ In der Tat engagieren sich immer häufiger Prominente für den Tierschutz. Bekannt sind dabei vor allem die Kampagnen von PETA, für die sich die Stars und Sternchen bisweilen auch ganz nackt abbilden lassen, getreu dem Motto: Lieber nackt als im Pelz.

Beyonce aber scheint das nicht begriffen zu haben. Schon wenige Tage vorher trat sie beim Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama im Pelz auf. Ach ja – und sang vom Band brav Playback.


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