Von Stephanie Neuberger 0
Neuseeland ist sauer

Ben Affleck: Erneut Ärger wegen "Argo"

Mit dem Film "Argo", der die Befreiung von sechs Geiseln aus dem Iran in den 70er Jahren thematisiert, konnte Ben Affleck große Erfolge feiern. Aber es gibt auch Kritik am Streifen und diese kommt nicht nur von Seite der Filmkritiker, sondern vor allem aus der Politik.


Einen politischen Film zu machen, der auf wahren Geschehnissen passiert, ist sicherlich eine Herausforderung. Aber Ben Affleck stellte sich der Herausforderung und machte den Film "Argo". Bei den Preisverleihungen und den Kritikern konnte der Streifen überzeugen und gewann unter anderem den Oscar als "Bester Film" bei der diesjährigen Preisverleihung. Aber es gibt auch einigen Ärger rund um den Streifen.

Ein Politiker aus Neuseeland äußert sich sehr ungehalten über "Argo". Stein des Anstoßes ist dabei folgender Satz aus dem Film: "Die Briten haben sie abgelehnt, die Kiwis haben sie abgelehnt und die Kanadier haben sie aufgenommen." Nur dieser eine Satz, in dem die Neuseeländer "Kiwis" erwähnt werden, reicht aus um den neuseeländischen Politiker Winston Peters zu ärgern. Laut "Washington Post" erklärte der Politiker: "Affleck verdreht die Tatsachen und verschweigt der Welt, was wirklich passiert ist."

Ben Affleck reagierte auf die Kritik an "Argo" und gibt zu bedenken, dass die Frage, was in den Film kommt und was gekürzt wird, immer schwierig ist. "Es ist echt tricky... Du machst einen historischen Film und natürlich fällst du auch kreative Entscheidungen, wie du den Film auf eine gewisse Länge bringst." Ganz so schlimm wie sein Kollege sieht es auch nicht der Premierminister von Neuseeland. Immerhin handelt es sich um eine Hollywoodproduktion und nicht um eine historische Dokumentation. "Das ist Hollywood und die machen da Filme. Das ist genau wie bei Buchverfilmungen, die sind am Ende auch oft anders", sagt Ministerpräsident John Key.


Teilen:
Geh auf die Seite von: